Alkoholverbot

Tja, wie wär’s denn mal damit? Statt immerzu auf die Raucher herumzuhacken und die Zigaretten immer mehr zu verteuern, sollte sich unsere Regierung auch mal Gedanken darüber machen, dass zuviel Alkohol die Birne weich macht. Ganz davon abgesehen, wie viele Menschen ein ernst zu nehmendes Alkoholproblem haben, was die Krankenkassen ebenso finanziell belastet wie die Krankheiten die das Rauchen verursacht.

Warum wird also der Trinkalkohol nicht ganz abgeschafft? Alkohol kann die Menschen genauso süchtig und krank machen wie Zigarettenkonsum, oder sehe ich das falsch? Wo ist eigentlich das Problem wenn man alkoholfrei auf Grillpartys zusammensitzt, oder in Discotheken abtanzt ohne vorher einen gekippt zu haben? Wäre das Leben denn so öde, wenn man auch ohne Alkohol und nüchtern eine Party schmeißt? Warum saufen die Leute überhaupt? Muss man sich wirklich zudröhnen um Spaß zu haben?  Was soll das eigentlich, wenn sich Jugendliche zum Kampfsaufen verabreden? Das kann doch nur ein gestörtes Selbstwertgefühl sein, wenn man sich ganz derbe die Kante gibt, nur um den Kumpels zu beweisen was man nicht für ein toller Hecht ist. Ich verstehe sowas einfach nicht. Bier und Co. sind jedenfalls gesellschaftsfähig und scheinen beim Gros der Bevölkerung voll und ganz zum Leben dazuzugehören. Raucher werden an jeder Ecke blöd angesehen, aber Alkoholkranke werden mehr oder weniger akzeptiert. Jedenfalls wird man nicht so ohne weiteres auf eine Party eingeladen wenn bekannt ist, dass man nichts alkoholisches trinkt..

18 Antworten zu “Alkoholverbot”


    Was Ihre Schelte angeht, gebe ich Ihnen voll und ganz Recht, werte Frau Wolkenlos! Auch ich kann ohne Alkohol gut Spaß haben, ABER – und nu’ kommt’s :mrgreen: ich finde auch, dass das in der Verantwortung des Einzelnen liegt. Was gesellschaftlich anerkannt ist oder nicht, bestimmt die Gesellschaft. Und die besteht aus Individuen. Z.B. aus Ihnen und mir. Wir müssen also nur dafür sorgen, dass mehr Leute so denken wie wir. Das würde sich für mich irgendwie richtiger anfühlen, als wenn der Staat (der ja letztendlich auch wir sind) immer alles per Gesetz regelt. Durch die ganzen Gesetze blickt doch irgenwann kein Schwein (wieder wir) mehr durch. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass immer mehr Sachen, die mal selbstverständlich waren, heute gesetzlich geregelt werden müssen. Und wenn man dann früher oder später nicht mehr selbst empfindet, wo die Grenzen für “anständiges” Verhalten sind und eher dem Leitsatz folgt “Gesetze sind dazu da, sie zu umgehen” – wo soll das alles dann noch hin führen? Äh … können Sie mir noch folgen? Ich habe mich fort tragen lassen. :roll:


    Ja ich gebe dir Recht Frau Wolkenlos. Ich finde auch das Alkohol teurer gemacht werden muss. Und was den Kommentar von @mannelossi angeht:
    Wir sind zwar auch Staat, aber haben nun mal leider kein Mitbestimmzngsrecht, was ich sehr ungerecht finde.Ich denke schon das die Sache mit dem Alkohol schon ganz klar vom Staat gerregelt werden muss. Ich bin der Meinung, das diejenigen die Komasaufen machen, auch an den Kosten der Behandlung und des Aufenthaltes beteiligt werden sollten und das nicht nur bei den Tansportkosten. Auch so kann man die Menschen dazu bringen weniger zu trinken. Und bei Jugendlichen sollte man die Eltern in die Pflicht nehmen, denn: Eltern haften für ihre Kinder !


    Ja auch ich frage mich schon eine ganze Weile warum Alkohol so extrem überbewertet wird. Der Staat wird da nichts unternehmen, schließlich verdient er ja reichlich an jeder verkauften Flasche Alkohol.
    Ich finde es wirklich schrecklich, wenn ich schon am Morgen Menschen auf dem Weg zur Arbeit mit einer Bierflasche in der Hand sehe (und nicht wenige davon sind definitiv Azubis). Da hat es mich gestern schon ein wenig gefreut, als ich in den Nachrichten im Radio gehört habe, das München den Alkoholkonsum in Bus und Bahn komplett verboten hat.
    Ich gehe ungerne auf Feiern oder ähnliches, weil ich mich nach einer Weile immer sehr unwohl fühle als einziger Nüchterner zwischen lauter an- und betrunkenen zu sitzen. Aber deswegen fange ich bestimmt nicht an Alkohol zutrinken.
    Merkwürdig ist auch, am nächsten Morgen jammern die meisten “nie wieder Alkohl”, nur um beim nächsten mal dann noch heftiger zu zu schlagen.
    Bestes Beispiel mein Neffe (22 Jahre), der arbeitet recht hart, und hat auch keinen leichten Job. Aber sobald das Wochenende begonnen hat legt er mit seinen Kumpels richtig los. Nur um am nächsten Morgen mit den Folgen den ganzen Tag lang zu leiden. Aber lernt er daraus? Nee!
    Warum ruiniert er sich sein Wochenende dadurch, er hat doch nichts davon, wenn er dann Tagsüber im Bett liegt und leidet?


    Das nenne ich mal einen wirklich guten Artikel! Ich bin definitv auch der Meinung, dass anstatt ständig nur auf den Rauchern rumzuhacken, der Alkohol mal dran sein sollte. Als Raucher ist man kaum mehr gesellschaftsfähig, stattdessen wird man scheinbar, je mehr Alkohol man öffentlich kippt, immer gesellschaftsfähiger.

    Frau Wolkenlos
    02. August 2009 um 10:51

    @mannelossi,
    offensichtlich versagt hier der Ruf nach einer sogenannten Eigenverantwortung. Wieder einmal. Es kann doch nicht sein, dass seitens der Regierung beschlossen wird den Rauchern die Zigaretten zu verleiden und den Alkoholkonsum außen vor zu lassen. Ich sage das ganz ehrlich, von mir aus können die beschließen das Rauchen (und ich bin selber Raucherin) unter Strafe zu stellen und den Trinkalkohol ebenso verbieten. Das Problem ist, dass es kaum noch ein “anständiges” Verhalten gibt. Ich möchte ja auch nicht, dass von Staat alles geregelt wird, was die individuellen Entscheidungen des einzelnen angeht. Es sieht aber leider eher danach aus, dass ein Großteil der Gesellschaft nicht in der Lage ist, maßvoll mit Alkohol und Zigarettenkonsum umzugehen. Das kuriose dabei ist, dass seitens der Regierung die Steuern für diese Suchtmittel gern genommen werden. Hier gibt es eine halbherzige Gesetzgebung indem das Rauchen an den Pranger gestellt wird und der Alkoholmissbrauch “relativ” unangetastet bleibt.

    @Brunos,
    dein Kommentar unterstreicht dass, was mich überhaupt dazu bewogen hat diesen Artikel zu schreiben. Was ist den mit der Gesellschaft/mit uns los, dass wir anscheinend nicht mehr in der Lage sind verantwortungsvoll mit “Genussmitteln” umzugehen?

    @AndiBerlin,
    ist das nicht überhaupt und insgesamt ein Witz, dass verboten werden muss in U Bahnen und öffentlichen Verkehrsmitteln Alkohol zu trinken? Da sollte doch jeder vernünftige Mensch selbst drauf kommen, dass dies kein angemessenes Verhalten ist, wenn man mit ner Pulle Bier in der U Bahn sitzt und schon am frühen Morgen einen im Tee hat wenn man zur Arbeit fährt? Der zweite Teil Deines Kommentars zeigt recht deutlich wie es so abgeht in unserer ach’ so tollen eigenverantwortlichen Gesellschaft. Wir alle sollten uns mal wirklich die Frage stellen was uns dazu bewegt uns dermaßen zu betäuben. Sei es der Alkohol, die Zigaretten oder Drogen. Die Gesellschaft, so wie sie es mal gab, gibt es nicht mehr. Diese Gesellschaft ist krank, was aber auch kein Wunder ist. Hohe Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit, Egoismus, Verrohung. Wir sollten die Notbremse ziehen und alle (da schließe ich mich 100%ig mit ein) darüber nachdenken wie wir diese Gesellschaft verbessern können.

    @Crazy Girl,
    vielen Dank. Der Artikel lag mir auch sehr am Herzen. Ich muss sagen, dass ich sogar sehr überrascht bin, dass ich hier keinen auf den Deckel bekomme und mir einige Leser wirklich auf’s Dach steigen. Aber vielleicht kommt das ja noch. :wink: Wie Mannelossi schon sagt, die Gesellschaft sind wir. Aber sind wir in der Lage
    dieses Problem (und Alkoholmissbrauch ist ein großes Problem) wirklich selber zu lösen?

    Bis hierhin erstmal vielen Dank für Eure Kommentare. :wink:
    LG


    [...] Jugendlichen ist ja heute keine Seltenheit mehr. Nun habe ich bei Frau Wolkenlos einen interessanten Artikel gefunden und wollte diesen mal weiterführen. Ich bin ja nun ein [...]


    Ganz deiner Meinung. Braucht man Alk um Spaß zu haben?!

    Ich selbst bin Anti-Alkoholisch eingestellt und das aus festen Gründen.
    Erst Samstag hatte ich einen heiden Spaß, bei einer ich nenn es mal Grillfete.

    Ich selbst bin eine Person bei der Cola reicht und benehme mich so als hätte ich etwas anderes getrunken und das mal so am Rande.
    Ich glaube das Alk-Problem in deutschland ist weitaus höher als das Raucher-Problem.
    In der Klinik in der ich war gab es auch eine Abteilung für Suchtkranke. Die sind da tendenziell fast 1 Jahr und länger!
    Besonders Leid tut es mir für die jugentlichen die ihre Sorgen und Probleme ertrinken.
    Da kommt es meiner Meinung nach durch das Desinteresse der Eltern und/oder überhören der Probleme und übersehen der seelischen Wunden. :(


    Da kann ich dir nur zustimmen. Alle schimpfen über die bösen bösen Zigaretten (wir wissen alle das sie nicht gesund sind), aber das sich immer mehr Jungendliche ins Koma saufen da wird nicht wirklich etwas unternommen.

    Aber generell ist es so, wenn du nichts trinkst dann landest du oft in der Ecke. Ich hab es schon gesehen. Ich trinke seit einiger Zeit überhaupt keinen Alkohol mehr (habe immer Herzrasen davon bekommen) und wenn gefeiert wird und jeder trinkt, dann ist man der Depp. Ich habe auch keinen Bock mehr mit Freunden z.B. zu grillen weil ich weiß das der Abend dann eh so endet, dass es sich nur noch ums saufen dreht.

    Gut, früher (man das hört sich nun an als wäre ich soooo alt) fande ich das auch toll, aber mitlerweile sehe ich diese ganzen Dinge mit ganz anderen Augen.


    @MorAntscha,

    …Besonders Leid tut es mir für die jugentlichen die ihre Sorgen und Probleme ertrinken.
    Da kommt es meiner Meinung nach durch das Desinteresse der Eltern und/oder überhören der Probleme und übersehen der seelischen Wunden…

    Das ist genau der Knackpunkt. Jugendliche haben heut’ zu Tage unheimlich viel Probleme. Ich würde sogar sagen, dass es heftigere Probleme sind, wie die die ich damals hatte als ich 16 oder 17 war. Jeder probiert mal Alkohol aus, das gehört dazu. Die Grenzen austesten ist ganz normal wenn man in der Pubertät steckt. Viele saufen aber trotzdem weiter obwohl sie wissen, dass eine Abhängigkeit und gesundheitliche Schäden die Folge sind. Nur machen sie sich das nicht bewusst. Wie sollten sie auch. In dem Alter denkt man nicht an Krankheiten oder an den Tod. Sie fühlen sich unverwundbar. Das Traurige dabei ist, dass viele Jugendliche schon sehr früh mit Alkohol in Berührung kommen weil sie Eltern haben für die der Genuss von Alkohol eben zum Leben dazugehört.
    Den Kindern werden kaum noch Werte vermittelt. Sie haben die falschen Vorbilder. Ich möchte hier wirklich nicht pauschalisieren und alle Eltern deren Kinder schon früh mit Alkoholkonsum konfrontiert sind über einen Kamm scheren. Es gibt verantwortungsvolle Eltern die sich genügend Zeit für ihre Kinder nehmen. Ich habe aber trotzdem den Eindruck, dass die meisten Eltern gar nicht wissen wo und mit wem sich ihr Nachwuchs herumtreibt. Woran liegt das? Mangelnde Wertevermittlung, Zeitknappheit, schlechte Erziehung, keine echte Kommunikation innerhalb der Familie und es werden keine klaren Grenzen und Regeln mehr von den Eltern gesetzt. Jetzt braucht man nur noch eins und eins zusammenzuzählen dann ist abzusehen was später mal aus den jungen Menschen wird, wenn sich nicht endlich mal etwas entscheidendes innnerhalb der Gesellschaft ändert. :roll:

    @Kathrin,
    um etwas Großes zu erreichen muss man im Kleinen erstmal anfangen. Man müsste mit den vor allem jungen Menschen in Kontakt kommen, es müsste immer jemand da sein, der ihnen zuhört und ihre Sorgen versteht. Das sind in erster Linie die Eltern. Punkt. Nicht den Erziehungsauftrag an die Lehrer weitergeben, die sollen den Kindern was beibringen. Ein Lehrer sollte Ansprechpartner sein, er sollte aber nicht noch zusätzlich “Erziehen” müssen. Da bleibt nämlich dann nicht mehr genug Zeit ihnen den Lehrstoff zu vermitteln. Das wirkliche Problem habe ich ja schon oben geschrieben. Den jungen Menschen muss einfach klar gemacht werden, wie sehr sie sich damit schaden wenn sie so unbedacht mit ihrer Gesundheit umgehen.

    …ich habe auch keinen Bock mehr mit Freunden z.B. zu grillen weil ich weiß das der Abend dann eh so endet, dass es sich nur noch ums saufen dreht…
    Was auch bei uns der Grund ist weshalb wir kaum noch zu irgendwelchen Grillpartys eingeladen werden und warum wir selber auch kaum noch eine Fete machen… :roll:
    LG


    Ich bin wirklich überrascht, wie viele von Euch keinen Alkohol trinken. Das hätte ich nicht gedacht. 8O
    Früher hatte ich auch meine Phasen, an denen es gut die Kehle runter floss. Doch seit ca. 12 Jahren trinke ich gar keinen Alkohol mehr. Einzige Ausnahme ist Silvester. Da gibt es um Mitternacht einen Minischluck Sekt, der noch mit 80% O-Saft gepanscht ist. Selbst diesen habe ich mir aber letztes Mal gespart und mit Selters angestoßen.
    Interessant an der ganzen Geschichte ist eigentlich die Art, wie meine Umwelt damit umgeht. Von mir aus können sich alle mit einem Glas auf einer Party, beim Grillen etc. vergnügen. Mich stört das nicht. Umgekehrt scheint es aber die “Trinker” zu stören, wenn ein Gast unter ihnen ist, der nichts trinkt. Nach 1000 Bekehrungsversuchen, Dauerdiskussionen u.ä. wurde ich einfach nicht mehr eingeladen. Ehrlich gesagt war ich auch ganz froh darüber. So hörte für mich auch der Spießrutenlauf auf.

    Auch sehr schön ist die Geschichte mit dem Pizzadienst. Die brachten immer bei größeren Bestellungen eine Flasche Wein als Geschenk mit. Nachdem ich keine Lust mehr hatte, ewig die vollen Flachen zu entsorgen, nahm ich keine mehr an. Da steht eines Tages der Pizzaboy bei uns in der Küche und fragt mich: “Äh… bist du Moslem?”. Nein ich bin kein Moslem. Ein kurzes Grübeln lief über seine Stirn. “Ahhhh… jetzt verstehe ich…Sorry Du darfst nichts trinken”. Doch ich darf trinken, nein ich bin kein trockener Alkoholiker. Dies war einfach zu hoch für ihn. Kein Moslem, kein trockener Alkoholiker, und trotzdem lehne ich die Flasche Wein ab. Er wagte einen letzten Vorstoß. “Soll ich nächstes Mal lieber Bier statt Wein mitbringen?”. Nein danke, ich trinke gar keinen Alkohol. Diese Antwort war zuviel für ihn. Er trottete kopfschüttelnd aus der Tür.

    An diesem Beispiel kann man sehen, wie sehr der Alk die Gesellschaft im Griff hat. Wer zugeschüttet in seiner Kotze im Rinnstein liegt ist entweder eine arme Sau oder ein Held. Wer nicht säuft ist wunderlich und muss sich rechtfertigen.

    Da kann doch etwas in unserer gesellschaftlichen Wahrnehmung nicht stimmen.


    Ich muss zugeben, ich trinke hin und wieder gerne noch das ein oder andere Gläschen, z.B. ein schöner Ramazotti nach dem Essen, dann kann ich nur schwer nein sagen.
    Das beschriebene Partyproblem kenne ich aber auch zur Genüge, doch habe ich mir mit der Zeit voll ein Ei drauf gebacken. Klar ist es irgendwie nervig immer die einzige “Nüchterne” zu sein und den “Schmarrn” auszuhalten, der teilweise von den anderen gebrabbelt wird. Aber ist halt so, wenn es mir zu blöd wird, dann mache ich einfach die Biege :P

    Mittlerweile haben wir das Ganze aber auch schon etwas gedreht in meinem Umkreis. In meiner Familie endete z.B. das Zusammensitzen und feiern am Heiligen Abend oft in einem Besäufnis (bis 2 Ausnahmen, zu denen auch immer ich gehörte). Nun darf auch mein Vater seit einigen Jahren keinen Alkohol mehr trinken und sieht an diesen Abenden wie toll es ist, nüchtern dem Quatsch zuzuhören, der ab einem bestimmten Pegel aus den anderen kommt. *ha ha wie lustig*… :mrgreen:


    @Crazy Girl,
    ich habe auch nichts gegen einen schönen Rotwein zu einem besonderen Essen, oder ein Glas Sekt zum Anstoßen an Sylvester, oder wenn man an seinem Geburtstag oder Hochzeitstag mal ein Glas Alkohol trinkt. :wink:
    Was ich wirklich schrecklich finde, ist das Besäufnis. Alkohol ist ein “Genussmittel”, genauso wie Kaffee, oder maßvolles Rauchen. Das vergessen viele und schlagen weit über das noch “normale” Maß hinaus. Ich frage mich einfach warum so viele Menschen den Alkohol “missbrauchen”. Ist es der Wunsch seine Probleme zu ertränken? Dann ist das sicher der falsche Weg. Man ist dann doch noch weniger in der Lage seinen Frust und die eigenen Probleme in den Griff zu bekommen.
    Ich habe auch eine Menge am Hals und das Leben ist nicht immer leicht. Das ist für mich aber kein Anlass mich zu besaufen, obwohl ich das Leben manchmal echt als zu schwierig ansehe und am liebsten nichts mehr hören und sehen will. :?
    Trotzdem, und gerade deshalb weil das Leben nicht leicht ist, müssten wir doch einen klaren Kopf behalten. Anders lassen sich keine Probleme angehen und lösen, oder sehe ich das falsch? Im Gegenteil, übermäßiger Alkoholkonsum schafft ganz neue Probleme und löst nicht das eigentliche Grundproblem.
    LG


    Problematisch ist vor allem, dass Probleme im Alkohol “schwimmfähig” sind, der Alkohol geht, aber die Probleme bleiben ;-)
    Ich habe leider zwei hoffentlich (Ex-)Alkoholiker in der Familie und sehe das deswegen etwas lockerer: Jedem seine Entscheidung was er aus seinem Leben macht. Wenn er/sie sich entscheidet sich tod saufen zu wollen, dann kann sowieso niemand daran etwas ändern. Zu einer solchen Sichtweise mussten wir kommen, sonst hält man das einfach nicht aus. Ein guter Freund meines Vaters hat das leider vor einigen Jahren getan…

    Trotzdem bin ich so überhaupt kein Fan vom Besäufnis, egal in welchem Alter und aus welchen Gründen. Für mich ist das definitiv auch nicht gesellschaftsfähig und lustig finde ich das schon gar nicht. :!:


    Beim Pizzadienst musste ich echt grinsen, wir haben eine Flasche Cola vereinbart und das klappt prima :D

    Ich finde diese Entwicklung auch einfach schrecklich. Nichts gegen ein Gläschen Alkohol, aber Besäufnisse sind mir echt zuwider. Ich bin schon deshalb kein Festgänger, weil alles am Ende doch in einem Saufgelage endet. Und ein Raucher ist mir alle mal angenehmer als ein Betrunkener.

    Wir haben früher in der Jugend auch Feste gefeiert, wir saßen am Lagerfeuer, haben gegröllt und gelacht, gesungen und hatten eine Menge Spaß. Es wurde auch zum Teil mal Alkohol getrunken, aber nicht in diesen Massen und keiner war betrunken.

    Dieses Komasaufen bei der heutigen Jugend finde ich so was von furchtbar. Habe erst neulich einen Bericht darüber im TV gesehen. Die Jugendlichen machten auch absolut nicht den Eindruck als wollten sie Probleme ertränken, es war einfach IN zu saufen bis zum Umfallen und jeder hat geprahlt wie viel er schon gesoffen hatte. Nee, einfach gräßlich. Aber die Erwachsenen sind doch auch nicht besser, was also soll die Jugend da lernen.


    Wenn ich einige Kommentare hier lese, fällt mir auf, dass einige immer noch nicht begriffen haben, worum es hier geht. Es ist nicht darum, dass statt der Raucher endlich mal die Alkoholtrinker “dran” sind.

    Hier geht es langfristig um unser aller persönliche Freiheit. Erst sind die Raucher dran, dann der Alkohol, dann die Dicken u.s.w., und treibende Kraft hinter dieser “Jagd” ist Weltgesundheitsorganisation (WHO).
    In den Papieren der WHO wird die Preispolitik als wirksamste Waffe gegen Alkoholmißbrauch gesehen und empfohlen, die Steuern so zu gestalten, daß die Preise eine abschreckende Wirkung haben.
    Die Verfügbarkeit von Alkohol soll eingeschränkt werden. Als geeignete Maßnahmen werden restriktive Verkaufzeiten verlangt (wie zum Beispiel das Nachtverkaufsverbot wie in Baden-Württemberg), Beschränkung der Verkaufsstellen: kein Verkauf im Einzelhandel, Abgabe nur über staatliche Monopole oder staatlich kontrollierte Läden, kein Verkauf übers Internet.
    Werbe-Beschränkungen gehen von freiwilligen Selbstbeschränkungen der Branche bis hin zu kompletten Verboten durch die Regierungen.
    Die ersten “Erfolge” dieser Forderungen der WHO erleben wir zur Zeit überall im Land. Und wer glaubt, dass die Prohibitionsbemühungen schon irgendwann nachlassen werden, der wird zukünftig eines Besseren belehrt werden.
    Ähnliches werden wir übrigens beim Thema “Übergewicht” erleben, schon jetzt wird in manchen Verlautbarungen von Epidemie gesprochen.

    Hintergrund sind immer wieder die seltsamen Bemühungen der sektenähnlichen WHO in Zusammenhang mit der Pharmaindustrie, die den Markt für ihre Arzneimittel erweitern möchte.

    Hier ist also nicht Schadenfreude angebracht, weil es jetzt nach den Rauchern auch mal andere trifft, sondern mehr Verständnis für die Zusammenhänge, die unser aller Freiheit betreffen können.


    Hat schon damals nicht funktioniert und wird es auch in Zukunft nicht!
    http://de.wikipedia.org/wiki/Prohibition_in_den_Vereinigten_Staaten


    @ Willi:

    Da wäre ich mir nicht so sicher. Was man gerade jetzt versucht, ist die Einführung des Nonsens-Begriffs “Passivtrinken” in die Diskussion!
    Auch das kann man in den WHO-Papieren zur Alkoholprävention nachlesen. Weil der Kampf gegen den Tabak nur durch die Angstmacherei vor dem Passivrauch so erfolgreich war, versucht man das jetzt auch mit dem Alkohol, siehe:
    http://www.independent.co.uk/news/uk/politics/government-urged-to-tackle-passive-drinking-2122134.html
    Der Begriff hat es bislang noch nicht in die deutschsprachige Presse geschafft, wohl aber in die englische Presse.


    Da ich deinen Blog noch nicht ganz so lange kenne – bin ich auch jetzt erst auf diesen Artikel gestoßen.

    Und ich muss einfach nur kurz festhalten – diesen Artikel finde ich wirklich gut.

    Damit du das weißt heute von mir nach bald 3(!) Jahren, ein Kommentar zu obigem Thema :)

    100% gez. Ich :)

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