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	<title>Frau Wolkenlos &#187; Tarelia mein Roman</title>
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		<title>Tarelia – Kapitel 21</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 14:26:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frau Wolkenlos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tarelia mein Roman]]></category>

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		<description><![CDATA[Achtung, dieses Kapitel ist nichts für schwache Nerven. Es fließt Blut in Kobus Marterhöhle. In Kobus Marterhöhle stank es bestialisch. Schweiß, Fäkalien und Blut, welches von seinem letzten Opfer stammte, versetzten den Vollstrecker in einen Rausch. Mit geschickten Händen hatte der Henker seinem Opfer eine Kanüle, die mit einem Schlauch verbunden war, in die Vene [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Tarelia - Kapitel 21" src="http://www.frauwolkenlos.de/wp-content/uploads/tarelia.jpg" alt="" width="450" height="301" /></p>
<p><span style="color: #ff0000;"><em>Achtung, dieses Kapitel ist nichts für schwache Nerven. Es fließt Blut in </em></span><span style="color: #ff0000;"><em>Kobus Marterhöhle. </em></span></p>
<p><span id="more-2718"></span>In Kobus Marterhöhle stank es bestialisch. Schweiß, Fäkalien und Blut, welches von seinem letzten Opfer stammte, versetzten den Vollstrecker in einen Rausch. Mit geschickten Händen hatte der Henker seinem Opfer eine Kanüle, die mit einem Schlauch verbunden war, in die Vene gesetzt. Er ließ sein armes bewusstlos gewordenes Opfer ausbluten. Selbstzufrieden sah der Vollstrecker zu, wie der Lebenssaft des Spions in den vorher von ihm bereitgestellten Bottich spritzte. Als am Ende kein Blut mehr in den Bottich lief, tätschelte er hämisch grinsend den bleichen Kopf der Leiche.</p>
<p>Nun war es an der Zeit den Leichnam vom Blut zu reinigen. Zu diesem Zweck schleppte der Henker einen großen Eimer Wasser herbei, den er über dem armen Opfer ausgoss. Als auch dies vollbracht war, ging es an die Umwandlung des toten Körpers in eine Statue. Die eiserne Vorrichtung in der der Leichnam saß, wurde hochgezogen und der Sitz zurückgeklappt. Schlaff hing die sterbliche Hülle, noch immer an Händen und Füßen gefesselt in dem Gestell. Der Henker injizierte mithilfe einer Pumpe die Konservierungsflüssigkeit aus dem großen Kessel des Herdes in die Kanüle des Opfers. Daraufhin verteilte sich die Ersatzflüssigkeit in den Adern des Toten in denen noch vor kurzem Blut geflossen war.</p>
<p>Der Vollstrecker schmierte den Toten mit einer Salbe ein die er eigens für diese Zwecke erfunden hatte, und ließ sie einwirken. Die Hautcreme roch übel nach Chemikalien und Tarelianischem Tollkraut. Um die Einwirkzeit sinnvoll zu nutzen, rührte der Scherge jetzt eine Mischung aus einer gummiartigen luftdurchlässigen Masse und diversen keimtötenden Kräutern an. Als die breiartige Masse fertig war, verteilte er sie akribisch, und ohne auch nur eine Stelle auszulassen, auf den toten Körper. Es würde jetzt nicht mehr lange dauern, bis die &#8220;Spitzel &#8211; Statue&#8221; gehärtet und luftundurchlässig konserviert war.</p>
<p>Am meisten freute sich der Henker jedoch darauf, sein Opfer angemessen bemalen zu können. Der Spitzel würde ganz sicher einen Anstrich bekommen der seiner verräterischen Natur angemessen sein würde. Nackte Statuen würde Kobus nicht sehr amüsieren, daher beschloss der Schlächter der Statue noch amüsante Kleidung anzulegen. Zufrieden betrachtete er sein Werk und stellte fest, dass der Kerl jetzt viel besser aussah als vor der Behandlung. Schnellen Schrittes ging der Vollstrecker nun in eine Ecke der Marterhöhle und zog mehrmals an einem dicken Seil. Kurz darauf kam ein kleiner gehörnter Diener durch die Tür. Er brachte eine überreichliche Mahlzeit.</p>
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		<title>Tarelia &#8211; Kapitel 20</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 13:02:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frau Wolkenlos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tarelia mein Roman]]></category>

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		<description><![CDATA[Mava verließ die heilige Lichtung und den Baum Egoras. Nachdem sie sich die Schwertgürtung, in der ihre Waffe steckte, um die Hüfte gebunden hatte, galt es noch etwas zu erledigen. Sie musste ihre Eltern, die Herrscher Tarelias, von dem Gespräch mit Egoras unterrichten. Mava beschloss es kurz zu machen und nur die wesentlichen Dinge mitzuteilen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Tarelia - Kapitel 20" src="http://www.frauwolkenlos.de/wp-content/uploads/tarelia.jpg" alt="" width="450" height="301" /></p>
<p>Mava verließ die heilige Lichtung und den Baum Egoras. Nachdem sie sich die Schwertgürtung, in der ihre Waffe steckte, um die Hüfte gebunden hatte, galt es noch etwas  zu erledigen. Sie musste ihre Eltern, die Herrscher Tarelias, von dem Gespräch mit Egoras unterrichten. Mava beschloss es kurz zu machen und nur die wesentlichen Dinge mitzuteilen. Schließlich musste sie schnellstens den Magier Akbar im Land Quint ausfindig machen und das Ritual zur Rettung ihres Lehrmeisters Udewin ausführen.</p>
<p><span id="more-2670"></span>Das helle burgähnliche Haus des Herrscherpaares lag etwa eine Stunde von der heiligen Lichtung entfernt. Als Mava in die Nähe der Burg kam, erblickte sie ihre Mutter, die hastig vor dem großen Eingangstor auf und ab ging. &#8220;Da bist du ja!&#8221;, rief Neela erleichtert. &#8220;Komm’ dein Vater und ich müssen erfahren was Egoras dir mitgeteilt hat!&#8221; Nachdem sie hinein gegangen und sich hin gesetzt hatten, berichtete Mava von Akbar dem Magier und seine früherer Freundschaft zu Udewin. Sie erzählte vom Land Quint, zu dem sie sich ohne Zeitverzögerung aufmachen müsste.</p>
<p>Mava erklärte auch die Bedeutung von Udewins seltsamem Amulett, welches von größter Wichtigkeit für das Ritual wäre. &#8220;Dann solltest Du Dich sogleich auf den Weg machen&#8221;, sagte Keetu. Wie zufällig fiel sein Blick auf das prachtvolle Schwert, welches Mava bei ihrer Ankunft hinter sich abgelegt hatte. Keetu streckte interessiert seinen Kopf danach aus und fragte dann seine Tochter was es mit diesem Schwert auf sich hätte. &#8220;Es ist ein Geschenk von Egoras, und es ist mit Magie belegt, die Runen ähneln den Zeichen auf Udewins Amulett, um welche Magie es sich bei der Waffe handelt, wird mir wahrscheinlich Akbar erklären können&#8221;, vermutete Mava.</p>
<p>Keetus Blick verdunkelte sich, bevor er verärgert seine Meinung dazu äußerte.  &#8220;Du hast doch noch nie mit einem Schwert gekämpft, du bist noch nicht soweit ein Schwert zu führen, es dauert sehr lange den richtigen Umgang mit einem Schwert zu lernen!&#8221; Am Ende stichst Du Dir mit dem Ding noch ein Auge aus!&#8221;  Mavas Antwort kam schnell und  sehr bissig.  &#8220;Dann muss ich eben schneller lernen, ich habe nicht viel Zeit. Kobus wird nicht mit seinem Angriff warten, bis ich in ein paar Jahren den Schwertkampf beherrsche!&#8221;</p>
<p>Neela lächelte amüsiert. Es war wirklich nicht zu verleugnen, dass dies Vater und Tochter waren. Sie waren sich sehr ähnlich, wobei Mava zu ihrem Glück auch viel von ihr, Neela, mitbekommen hatte. &#8220;So, jetzt habe ich euch informiert, es wird Zeit zu gehen&#8221;, äußerte Mava entschlossen. Sie erhob sich, schnappte sich ihr Schwert und gürtete es wieder um ihre Hüfte. Keetu stand ebenfalls auf. &#8220;Du marschierst jetzt also einfach los, kennst Du den Weg nach Quint?&#8221; &#8220;Was willst Du machen, dich etwa durchfragen?&#8221;"Das kostet Zeit, und Zeit hast du nicht!&#8221;, äußerte Keetu brummig. &#8220;Warte hier, ich komme gleich zurück!&#8221;</p>
<p>Er lief zu einer Tür die in einen Raum führte, die nur er und sonst niemand, betreten durfte. Wenig später kam Mavas Vater mit einem kleinen länglichen Lederbeutel in der Hand aus dem Raum und reichte ihn an Mava weiter. &#8220;Was ist das?&#8221;, fragte sie, während sie den Beutel öffnete. &#8220;Dies ist eine Karte von allen Landesteilen Tarelias, es ist eine besondere Karte, du öffnest sie und sprichst aus wohin du gehen möchtest. Dann zeigt Dir die Karte den kürzesten Weg dorthin.&#8221; Keetu setzte sich wieder auf seinen hellblau glänzenden Thron-ähnlichen Ohrensessel und sagte dann, ruhiger als noch vor ein paar Minuten, dass dieser Plan noch viel mehr könne, als den Weg zu weisen. Mava würde dies aber zu gegebener Zeit noch selbst herausfinden.</p>
<p>&#8220;Woher hast du die Karte?&#8221;, fragte Mava. Keetus Augen blickten versonnen in die Ferne, als er ihr antwortete, dass er die Karte vor langer Zeit von Udewin bekommen hatte.  Nun sollte Mava die Karte bei sich tragen. Keetu nahm seine Tochter fest in die Arme und meinte, dass die Zeit nun gekommen sei, viel früher als geplant und nicht so wie Neela und Keetu es sich für ihre Tochter gewünscht hätten.</p>
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		<title>Tarelia &#8211; Kapitel 19</title>
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		<pubDate>Sun, 02 May 2010 20:03:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frau Wolkenlos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tarelia mein Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Tarelia Kapitel 19]]></category>

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		<description><![CDATA[Tromberon verzog das Gesicht. Es konnte für ihn einfach nichts schlimmeres geben als in die listigen Augen dieses behaarten Halunken zu blicken. Und das auch noch so früh am Morgen. &#8220;Komm’ endlich in die Gänge Krähe, wir sollten uns jetzt auf den Weg zu Kobus Höhle machen!&#8221; Während Kriech Pyrel dies sagte, kaute er schmatzend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Tarelia Kapitel 19" src="http://www.frauwolkenlos.de/wp-content/uploads/tarelia.jpg" alt="" width="450" height="301" /></p>
<p>Tromberon verzog das Gesicht. Es konnte für ihn einfach nichts schlimmeres geben als in die listigen Augen dieses behaarten Halunken zu blicken. Und das auch noch so früh am Morgen. &#8220;Komm’ endlich in die Gänge Krähe, wir sollten uns jetzt auf den Weg zu Kobus Höhle machen!&#8221; Während Kriech Pyrel dies sagte, kaute er schmatzend auf einem Stück rohem Fleisch herum und wedelte mit einer fetten Heuschrecke vor Tromberon’s Schnabel herum.</p>
<p><span id="more-2375"></span>&#8220;Ich habe Frühstück für dich besorgt, während du deinen Schönheitsschlaf gehalten hast.&#8221;  &#8220;Obwohl ich der festen Überzeugung bin, dass dir auch der längste und tiefste Schlaf keine Schönheit bescheren wird.&#8221;  Kriech Pyrels Worte prallten dieses Mal an Tromberon ab, es interessierte ihn nicht was dieser blöde Kerl von sich gab. Gierig schnappte die Krähe die Heuschrecke aus Kriechs Händen und verspeiste sie. Tromberon schwang sich schwerfällig vom Ast und steuerte den nahe gelegenen Fluss an, um dort sein Bad zu nehmen. Platschend landete er im kühlen Wasser.</p>
<p>Er tauchte flügelschlagend mehrmals ins kühle Nass, die Füße patschten anwechselnd hin und her, wobei er sich mit den Krallen abwechselnd am Kopf kratzte. Dann tauchte er mehrmals ganz unter und schüttelte sich mehrmals um das Gefieder zu trocknen.  Am Ufer stand derweil Kriech Pyrel und amüsierte sich köstlich über Tromberons Verrenkungen. Die Krähe hüpfte aus dem Wasser und schaute das Affenwesen souverän an. &#8220;Ich sage Dir mal was wirklich dämlich aussieht.&#8221; &#8220;Ein Affe mit einem Bauchtäschchen, dass sieht blöd aus!&#8221; &#8220;So, und jetzt lass’ uns aufbrechen, ich schlage einen Waffenstillstand bis zu Kobus Höhle vor, dann geht jeder wieder seine eigenen Wege!&#8221;</p>
<p>Tromberons plötzliche Gleichgültigkeit verblüffte Kriech Pyrel so sehr, dass er die Krähe mit großen Augen ansah. &#8220;Einverstanden, Waffenruhe bis zu Kobus Höhle, wir haben einen langen Weg vor uns und sollten sofort aufbrechen.&#8221; Ist es weit, bis zur Höhle?&#8221; ,fragte Tromberon.  &#8220;Ja ziemlich, Kobus Höhle liegt tief im Gebirge und der Weg dorthin ist ziemlich steinig &#8221; Kriech Pyrel kratzte sich am Kopf.  „Für mich nicht, ich kann fliegen!“ Diese kleine Spitze konnte sich Tromberon nicht verkneifen. &#8220;Hahaa, dadurch hast Du keinen Vorteil, denn du kennst den Weg nicht.&#8221; &#8220;Du kommst auch nicht schneller voran, denn du musst auf mich warten&#8221;, entgegnete Kriech.</p>
<p>Die erste Sonne Tarelias erschien schon am Horizont als sich Tromberon und sein Begleiter auf den Weg machten. Schweigend spazierte Kriech Pyrel durch ein einsames Waldstück während Tromberon neben ihm her flog und darüber sinnierte, welch’ einen Unsinn er in der vergangenen Nacht geträumt hatte.</p>
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		<title>Tarelia – Kapitel 18</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 10:48:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frau Wolkenlos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tarelia mein Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Tarelia – Kapitel 18]]></category>

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		<description><![CDATA[Bevor Mava Egoras verließ, fiel ihr Blick auf einen leicht aufgehäuften Laubhügel am Rande des Schutzkreises. Das Laub leuchtete schwach in einem matten &#8211; silbernen Glanz. Neugierig ging Mava in die Knie, streckte die Hände aus und schob das Laub auseinander. Ihre Finger berührten ein in Leder eingewickeltes längliches Bündel. Sie hob es heraus und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Tarelia - Kapitel 18 &quot;Mein eigener Fantasy Roman&quot;" src="http://www.frauwolkenlos.de/wp-content/uploads/tarelia.jpg" alt="" width="450" height="301" /></p>
<p>Bevor Mava Egoras verließ, fiel ihr Blick auf einen leicht aufgehäuften Laubhügel am Rande des Schutzkreises. Das Laub leuchtete schwach in einem matten &#8211; silbernen Glanz. Neugierig ging Mava in die Knie, streckte die Hände aus und schob das Laub auseinander. Ihre Finger berührten ein in Leder eingewickeltes längliches Bündel.</p>
<p><span id="more-2269"></span>Sie hob es heraus und stellte fest, dass es relativ leicht war. Aufgeregt schnürte Mava das Geschenk auf und hielt wenig später ein wunderschönes leichtes Schwert in den Händen. Dies war also die Gabe welche Egoras ihr versprochen hatte&#8230; Völlig fasziniert schaute sie die Waffe an und drehte sie vorsichtig in ihren Händen. Der Griff der Waffe war mit den gleichen Runen verziert wie das Amulett von Udewin, welches sie bei sich trug.</p>
<p>Die Klinge des Schwertes wies fein gearbeitete Gravuren auf, die Äste und Blätter eines Baumes darstellten. Vor lauter Rührung und Freude über Egoras Geschenk rollten Tränen über ihre Wangen. Im selben Moment stellte sie sich aber auch die Frage, wie sie das Schwert ohne Schwertscheide mit sich tragen könne. Sie bückte sich erneut zum Laub herab, schob es weiter auseinander und fand schließlich auch eine Schwertscheide, die aus hartem Leder bestand. An der Schwertscheide war eine schnallen-artige Gürtung angebracht, die sich um die Hüfte tragen ließ.</p>
<p>Mava drehte sich noch einmal zum Baum Egoras herum, legte die Hände aufeinander, verbeugte sich und dankte ihm für sein Geschenk. Jetzt, so hoffte Mava, stand ihrer Reise nach Quint nichts mehr im Wege.  Sie war fest entschlossen, Akbar, den alten Freund Udewins in Quint zu finden und das Ritual zu vollziehen, welches ihr, wenn alles gut ginge, den alten Lehrmeister zurückbringen könnte.</p>
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		<title>Tarelia &#8211; Kapitel 17</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 19:20:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frau Wolkenlos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tarelia mein Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Tarelia Kapitel 17]]></category>

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		<description><![CDATA[Der dunkle Vollstrecker in Kobus Martergrube genoss es derweil das von Angst entstellte Gesicht des Spitzels zu sehen. Noch ehe der Kundschfter überhaupt begriffen hatte was mit ihm geschah, hatten die wulstigen und verdreckten Finger des Vollstreckers ihn schon an die große eiserne Vorrichtung an der Wand angeschnallt. Hämisch grinsend hatte der Henker sich nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Tarelia - Kapitel 17" src="http://www.frauwolkenlos.de/wp-content/uploads/tarelia.jpg" alt="" width="450" height="301" /></p>
<p>Der dunkle Vollstrecker in Kobus Martergrube genoss es derweil das von Angst entstellte Gesicht des Spitzels zu sehen. Noch ehe der Kundschfter überhaupt begriffen hatte was mit ihm geschah, hatten die wulstigen und verdreckten Finger des Vollstreckers ihn schon an die große eiserne Vorrichtung an der Wand angeschnallt. Hämisch grinsend hatte der Henker sich nun vor ihm aufgebaut.</p>
<p><span id="more-2057"></span>&#8220;Verdammt, lass mich doch laufen&#8221;, ich gebe dir alles was du willst für meine Freiheit, &#8221; jammerte der Spitzel. &#8220;Pech gehabt, das hast du nun davon, dass du Kobus hintergangen hast, jetzt wirst du dafür bezahlen, “ antwortete der Vollstrecker kalt. Er drehte sich herum und schlenderte zu einem großen Behälter der auf einem Haken einer Feuerstelle hing. Dann goss der Kerl Eimerweise dunkle Flüssigkeit in das Gefäß hinein und legte  noch ein paar Holzscheite auf die Feuerstelle. &#8220;Was geschieht jetzt mit mir, was hast du jetzt mit mir vor?&#8221;, der Spitzel schrie diese Worte so verzweifelt, dass sich sein Peiniger wieder zu ihm herumdrehte. &#8220;Hast du denn gar keine Phantasie, du Dummbeutel?&#8221; Der Vollstrecker wirkte amüsiert als er sein Opfer betrachtete.</p>
<p>&#8220;Wenn du das wirklich wissen willst, werde ich es dir gern in allen Einzelheiten beschreiben.&#8221; Der stinkende Henker zog einen Hocker hervor setzte sich darauf und lehnte sich nach vorne um seine verängstigte Beute zu betrachten. &#8220;Du musst noch ein wenig Geduld haben, mein Freund&#8221;, sagte er. &#8220;Ich warte jetzt bis die Flüssigkeit im Behälter siedet, dann werde ich mit diesem hübschen Messer hier dein Blut aus den Adern lassen.&#8221; &#8220;Mit deinen Körperöffnungen habe ich dann auch noch etwas Schönes vor,&#8221; sagte der Vollstrecker gehässig. &#8220;Ich werde dies hier ausprobieren,&#8221; mit diesen Worten griff der Kerl hinter sich und zog einige verschiedene Schläuche hervor.</p>
<p>&#8220;Mit der Flüssigkeit im Kessel dort hinten werde ich dich anschließend wieder auffüllen.&#8221; Mit diesen Worten zeigte der Vollstrecker auf den großen Topf der auf der Feuerstelle stand. &#8220;Danach bekommst du die Ehre mit meiner Spezialerfindung eingerieben zu werden, du wirst eine schöne Statue sein wenn ich mit dir fertig bin und stinken wirst du auch nicht!&#8221; &#8220;Kobus wird es eine Freude sein, dich in die Galerie seiner Feinde einzureihen.&#8221; &#8220;Du kannst dich glücklich schätzen, denn du wirst in Kobus Halle einen dir angemessenen Platz bekommen.&#8221; Lachend erhob sich der Henker von seinem Hocker und schob ihn wieder zurück in die Ecke an der er vorher gestanden hatte.</p>
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		<title>Tarelia &#8211; Kapitel 16</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 16:21:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frau Wolkenlos</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Tarelia Kapitel-16]]></category>

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		<description><![CDATA[Tromberon glotze den Wurm entgeistert an. Er konnte gar nicht glauben was dieses Futter, denn nichts anderes war der Wurm für ihn, ihm gerade offenbart hatte. &#8220;Was sind denn das für Zauberkräfte, die angeblich auf mich übergegangen sein sollen?&#8221;, fragte Tromberon als er sich wieder gefasst hatte. &#8220;Du hast nun die Fähigkeit durch feste Substanzen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Tarelia - Kapitel 16" src="http://www.frauwolkenlos.de/wp-content/uploads/tarelia.jpg" alt="" width="450" height="301" /></p>
<p>Tromberon glotze den Wurm entgeistert an. Er konnte gar nicht glauben was dieses Futter, denn nichts anderes war der Wurm für ihn, ihm gerade offenbart hatte. &#8220;Was sind denn das für Zauberkräfte, die angeblich auf mich übergegangen sein sollen?&#8221;, fragte Tromberon als er sich wieder gefasst hatte. &#8220;Du hast nun die Fähigkeit durch feste Substanzen wie Steine und Felsen zu gehen, als wären sie Butter.&#8221;</p>
<p><span id="more-1992"></span>Tromberon krächzte ungläubig und fragte sich erneut, ob der Wurm ihn verulken wollte. &#8220;Das kann nicht sein“, argwöhnte die Krähe. &#8220;Wenn es so ist wie du es sagst, warum bist du dann nicht vor mir geflüchtet und durch den Stein geflohen?&#8221; &#8220;Ich hätte dich dann nicht fressen können und du wärst kein Geist!&#8221; &#8220;Entweder bist du extrem dumm oder auch Lebensmüde dich trotz deiner angeblichen Zauberkraft von mir fressen zu lassen, oder du lügst mich einfach nur an.&#8221; &#8220;Und wenn du lügst, dann will ich wissen was du damit bezweckst!&#8221; Tromberon wippte leicht nach vorne, legte den Kopf schief und schaute die geisterhafte Erscheinung des Wurms mit halb zusammengekniffenen Augen an. Die Antwort des Wurms kam wie aus der Pistole geschossen. &#8220;Du hattest mich überrascht, ich bin in den Steinspalt gefallen und dann hast du deine stinkenden Krallen in mein Fleisch gespickt, ich konnte gar nicht mehr flüchten!&#8221; &#8220;Dass meine Zauberkraft ausgerechnet auf ein so scheußliches Tier wie du es bist übergegangen ist macht mich mehr als zornig!&#8221;</p>
<p>&#8220;Leider kann ich nichts dran ändern und muss es nehmen wie es nun mal ist.&#8221; &#8220;So, meine Pflicht ist erfüllt, ich habe dich über die Zauberkraft informiert!&#8221; &#8220;Eins noch“, sagte der Wurm. &#8220;Der Zauber wird nach deinem Tod an denjenigen übertragen werden, durch den du zu Tode gebracht wirst.&#8221; &#8220;Du hast dann die Aufgabe diese Person über diese Magie aufzuklären, genauso wie ich es bei dir getan habe.&#8221; &#8220;Machst du dies nicht, wirst du Qualen erleiden die du dir in deinen kühnsten Träumen nicht vorstellen kannst, sei also gewarnt!&#8221; Mit diesen Worten verschwand die Wurmgestalt und ließ einen ziemlich verwirrt drein schauenden Tromberon zurück. &#8220;Wach endlich auf, es wird Zeit!&#8221; Erschrocken zuckte Tromberon zusammen, fast wäre er vom Ast gefallen als Kriech Pyrels ätzende Stimme plötzlich in sein Bewusstsein drang. Blinzelnd öffnete die Krähe die Augen und schaute in das niederträchtige Antlitz des Affenwesens.</p>
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		<title>Tarelia &#8211; Kapitel 15</title>
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		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 21:57:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frau Wolkenlos</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Tarelia Kapitel 15]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Hat Udewin Dir gegenüber schon einmal von &#8220;Akbar, aus dem Land Quint&#8221; berichtet?“, fragte Egoras. Mava verneinte und fragte Egoras wer dieser Akbar denn sei. &#8220;Nun, Akbar ist ein Magier und ein begnadeter Heiler, er war viele Jahre eng mit Udewin befreundet.&#8221; &#8220;Sie haben sich vor 20 Jahren zerstritten und sind sich seit dem aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Tarelia Kapitel 15" src="http://www.frauwolkenlos.de/wp-content/uploads/tarelia.jpg" alt="" width="450" height="301" /></p>
<p>&#8220;Hat Udewin Dir gegenüber schon einmal von &#8220;Akbar, aus dem Land Quint&#8221; berichtet?“, fragte Egoras. Mava verneinte und fragte Egoras wer dieser Akbar denn sei. &#8220;Nun, Akbar ist ein Magier und ein begnadeter Heiler, er war viele Jahre eng mit Udewin befreundet.&#8221; &#8220;Sie haben sich vor 20 Jahren zerstritten und sind sich seit dem aus dem Weg gegangen.&#8221; &#8220;Worum ging es denn bei dem Streit?&#8221;, fragte Mava neugierig. &#8220;Nun ja, worum geht es wohl wenn sich zwei Männer im heiratsfähigen Alter streiten?&#8221;</p>
<p><span id="more-1858"></span>Mava musste unwillkürlich grinsen bei der Vorstellung, dass Udewin sich einst mit seinem besten Freund um eine Frau gestritten hatte. Für sie war es kaum vorstellbar, dass &#8220;der alte Zausel &#8221; jemals Frühlingsgefühle gehabt haben könnte. &#8220;Hat Akbar die Frau um die es ging, geheiratet? , fragte Mava. &#8220;Nein, sie hat mit beiden ihr Spielchen gespielt und sich später einen anderen zum Mann genommen.&#8221; &#8220;Aber dann hätten sie sich doch versöhnen können&#8221;, meinte Mava. &#8220;Hätten sie, meinte Egoras, &#8220;beide können nun mal ziemlich stur sein.&#8221; &#8220;Zwei Dickschädel, liebenswerte Dickschädel, aber eben Dickschädel&#8221;, entgegnete Egoras amüsiert. &#8220;Egoras, warum erzählst Du mir das eigentlich alles, was hat das mit meiner Aufgabe und Tarelias Bedrohung zu tun?&#8221;</p>
<p>Egoras Antwort kam kaum, dass Mava die Frage zu Ende gestellt hatte. &#8220;Du musst Akbar finden und mit seiner Hilfe das Präteritum – Ritual  vollziehen.&#8221; &#8220;Das Amulett in Deiner Hand ist der Schlüssel um dieses Ritual ausführen zu können.&#8221; Mava schaute auf den seltsamen Talisman in ihren Händen. Plötzlich keimte in ihr die leise Hoffnung auf, ihren alten Lehrmeister Udewin wirklich retten zu können. Wenn das Ritual klappen würde, könnte sie ihn mit Hilfe des Amuletts von dort, wo auch immer er sich jetzt befand, zurückholen. &#8220;Ja, so ist es, viel Zeit hast Du aber nicht um das Ritual auszuführen!&#8221; &#8220;Wenn die zwei Sonnen Tarelias zweimal untergegangen sind, muss das Ritual vollendet sein!&#8221; &#8220;Du findest Akbar in dem alten Rundbau am Ende der Stadt von Quint.&#8221;</p>
<p>Egoras zögerte wiederholt, bevor er schließlich weiter sprach. &#8220;Noch etwas Mava, Akbar ist… nun er ist etwas seltsam.&#8221; &#8220;Er ist ein wenig schusselig und zerstreut, du darfst dich also nicht wundern wenn er dich wiederholt Dinge fragt die du ihm schon mal erzählt hast.&#8221; &#8220;Du kannst ihm bedingungslos vertrauen.&#8221; &#8220;Wenn er erfährt welche Bedrohung von den Bergen Tarelias ausgeht, wird er alles tun um das Unglück abzuwenden.&#8221; &#8220;Er ist außerdem von mächtiger Magie umgeben.&#8221; &#8220;Sobald das Ritual vollzogen ist musst du unbedingt dafür sorgen, dass Akbar und Udewin zusammen arbeiten und ihren unerfreulichen Streit vergessen.&#8221; &#8221; Tarelia braucht dringend beide Magier um das Unheil abwenden zu können.&#8221; &#8220;Beide werden dir gute Lehrmeister sein.&#8221; &#8220;Durch beider Hilfe wirst du alles erlernen, dass du brauchst um Kobus Macht brechen zu können.&#8221;</p>
<p>Von neuer Hoffnung erfüllt bedankte sich Mava bei Egoras, der ihr für die Reise nach Quint alles Gute wünschte. Abschließend machte Egoras Mava noch darauf aufmerksam, dass er am Rand des Schutz – Bannkreises ein Geschenk für sie bereit hielt. Dieses Geschenk sollte Mava noch gute Dienste leisten.</p>
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		<title>Tarelia Kapitel 14</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jan 2010 20:39:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frau Wolkenlos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tarelia mein Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Tarelia Kapitel 14]]></category>

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		<description><![CDATA[Udewins Amulett erwärmte sich immer mehr in Mavas Händen als sie das Anwesen ihrer Eltern verließ. Mit eiligen Schritten lief sie auf die Lichtung zu auf dem sich der alte Baum Egoras befand. Traurig dachte Mava daran, dass sie noch vor kurzer Zeit gemeinsam mit Udewin diesen Weg gegangen war. Mit Hilfe des Baumes und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Tarelia Kapitel 14" src="http://www.frauwolkenlos.de/wp-content/uploads/tarelia.jpg" alt="" width="450" height="301" /></p>
<p>Udewins Amulett erwärmte sich immer mehr in Mavas Händen als sie das Anwesen ihrer Eltern verließ. Mit eiligen Schritten lief sie auf die Lichtung zu auf dem sich der alte Baum Egoras befand. Traurig dachte Mava daran, dass sie noch vor kurzer Zeit gemeinsam mit Udewin diesen Weg gegangen war. Mit Hilfe des Baumes und ihrem alten Lehrmeister hatte sie gelernt mit den Tieren der Lüfte zu sprechen. Mavas Lehrmeister wollte ihr noch die Sprache der erdgebundenen und der im Wasser lebenden Tiere lehren.</p>
<p><span id="more-1702"></span>Betrübt dachte Mava daran, dass sie noch viel zu lernen hatte. Wer sollte ihr nun dabei helfen, jetzt wo Udewin verschwunden und vielleicht tot war? Die dunklen Mächte der Berge bedrohten Tarelia und Mava hatte nicht genügend magisches Rüstzeug um die Bedrohung aufhalten zu können. Von Angst und Verzweiflung erfasst blieb sie stehen und schaute auf das Amulett in ihren Händen. Der Anhänger glühte jetzt in einem rötlichen Lichtglanz und die seltsamen Schriftzeichen leuchteten hell und pulsierend auf. Mavas aufgewühltes inneres wich ganz  plötzlich einem Gefühl der inneren Ruhe und Gelassenheit. Von neuer Hoffnung erfüllt eilte sie schließlich weiter, bis sie an eine Lichtung kam. Seit Jahrhunderten und tief verwurzelt in der Erde Tarelias stand dort der alte Baum Egoras.</p>
<p>Mava näherte sich dem Schutz &#8211; Bannkreis des Baumes und konzentrierte sich. Nur so konnte sie um mit dem Baum eine geistige Verbindung aufnehmen. Als sie Egoras Energie spürte, vernahm sie seine Stimme. Egoras forderte sie auf ganz in seinen Bannkreis zu treten. &#8220;Mava&#8221;, sagte Egoras. &#8220;Ich weiß warum du zu mir gekommen bist, ich weiß auch um Udewins Schicksal.&#8221; &#8220;Sei nicht traurig, denn er ist nicht verloren, du kannst ihn vielleicht noch retten wenn du meine Weisung befolgst und furchtlos bist.&#8221;  Mava spürte Egoras Güte und Weisheit bis tief ins innere ihres Bewusstseins. &#8220;Was ist mit Udewin passiert?&#8221;, fragte sie den Baum. &#8220;Udewin hat sich vor unseren Augen in Nichts aufgelöst, zurückgelassen hat er nur dieses seltsame Medallion und  diese Schriftzeichen habe ich auch noch niemals gesehen, was bedeuten sie?“, fragte Mava.</p>
<p>Egoras ließ sich Zeit mit der Antwort, schließlich antwortete er mit leiser Stimme. &#8220;Udewin war sehr geschwächt durch die Magie der dunklen Macht.&#8221; &#8220;Er hatte seine letzten Kraftreserven bei dem Bannzauber verbraucht als er das Schattenwesen herbeirief.&#8221; &#8220;Die Kreatur die Udewin beschworen hatte, war voll von dunkelster Magie.&#8221; &#8220;Ein Energiesauger das sich von den Lebenssäften anderer ernährt.&#8221; &#8220;Es zieht Energie aus jedem Lebewesen, das nicht der dunklen Macht zugehörig ist, ein durch und durch böses und gefährliches Wesen.&#8221; Mava erschauderte, als sie sich den hässlichen Anblick dieses Geschöpfes ins Gedächtnis zurückholte. Eine Pause entstand bis Egoras weiter sprach. &#8220;Ich kann Deine Gedanken lesen Mava, ich weiß wie sehr dich dieses Wesen entsetzt hat.&#8221; &#8220;Ich muss dir aber sagen, dass neben dieser Kreatur noch andere existieren, die noch sehr viel bösartiger sind als du es dir vorstellen kannst.&#8221;</p>
<p>&#8220;Diese Kreaturen bedrohen Tarelia, sie müssen unbedingt aufgehalten und vernichtet werden!&#8221; &#8220;Sie alle unterstehen Kobus, dem Schwarzmagier aus den Bergen Tarelias&#8221;. &#8220;Wenn Kobus vernichtet werden kann, können keine weiteren dunklen Wesen mehr entstehen.&#8221; &#8220;Wie soll ich das alleine schaffen, Egoras?“, fragte Mava &#8220;Ich bin noch nicht soweit, kenne nur die verschiedenen Waffenarten, weiß aber nicht wie man sie effektiv nutzen kann.&#8221;Ich habe auch auf magischem Gebiet noch so viel zu lernen.&#8221; Traurig fügte Mava hinzu, dass Udewin ihr einziger Lehrmeister war und stellte Egoras die Frage wer ihr nun alles beibringen kann was sie wissen muss, um im Kampf bestehen zu können.</p>
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		<title>Tarelia Kapitel 13</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 20:09:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frau Wolkenlos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tarelia mein Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Tarelia Kapitel 13]]></category>

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		<description><![CDATA[Tromberon tat sich selber Leid. Seine einzige Zauberfeder hatte er an dieses Affenwesen abtreten müssen. Verstohlen schaute die Krähe auf Kriech Pyrels unmännliches Bauchtäschchen in welches Kriech die Feder hatte verschwinden lassen. &#8220;Also, wie sieht es aus, wann führst du mich zu Kobus Höhle?&#8221; &#8220;Im Morgengrauen, du kannst es wohl gar nicht mehr erwarten, dein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Tarelia Kapitel 13" src="http://www.frauwolkenlos.de/wp-content/uploads/tarelia.jpg" alt="" width="450" height="301" /></p>
<p>Tromberon tat sich selber Leid. Seine einzige Zauberfeder hatte er an dieses Affenwesen abtreten müssen. Verstohlen schaute die Krähe auf Kriech Pyrels unmännliches Bauchtäschchen in welches Kriech die Feder hatte verschwinden lassen. &#8220;Also, wie sieht es aus, wann führst du mich zu Kobus Höhle?&#8221; &#8220;Im Morgengrauen, du kannst es wohl gar nicht mehr erwarten, dein nutzloses Leben auszuhauchen, was?&#8221;</p>
<p><span id="more-1464"></span>Kriech schaute Tromberon schon fast mitleidig an. &#8220;Bring’ mich einfach nur zur Höhle, dann kannst <strong>DU</strong> ja dein sinnloses Leben weiter leben, meinte die Krähe. &#8220;Ich hoffe nur, ich sehe dich nie wieder, du eitler Lackaffe&#8221;, krächzte Tromberon. Pyrels Mundwinkel verzogen sich verächtlich grinsend nach unten. &#8220;Pah!&#8221;.. &#8220;Keine Sorge, wir werden uns sicher nicht wiedersehen, denn du wirst als Vorspeise auf Kobus Teller enden, während ich mir deine Zauberfeder nutzbar machen werde!&#8221; meinte der Affe gehässig. &#8220;Schlaf jetzt besser, wir haben einen weiten, gefährlichen Weg durch die Berge vor uns, du solltest ausgeruht sein.&#8221;</p>
<p>Kriech Pyrel wandte sich von Tromberon ab um seine Schlafstelle hinter einer Hecke aufzusuchen. Für ihn war die Streitigkeit mit der Krähe zumindest für dieses mal beendet. Träge und mit einem lauten Krächzen flog Tromberon auf seinen Ast, plusterte sich auf, und starrte verdrossen zur Hecke hinüber, hinter der sich Kriech Pyrel zurückgezogen hatte. Tromberons letzter Gedanke vor dem Einschlafen galt komischerweise nicht seiner eingebüßten Zauberfeder oder dem impertinenten Affen, sondern dem eigenartig schmeckenden Wurm den er zuletzt gefressen hatte. Tromberons Schlaf blieb nicht Traumlos in dieser Nacht…</p>
<p>Die Krähe saß auf ihrem Ast, als sich vor ihr eine dicke und lange Gestalt, wie aus einem Nebel heraus, vor seinen Augen manifestierte. Es war der Wurm den Tromberon zuletzt verspeist hatte. Die zwei kleinen Augen des Kriechtiers schauten anklagend auf die Krähe herab. &#8220;Du hast mich gefressen, Krähe&#8221;, tönte der Wurm. &#8220;Du hast nicht mal gut geschmeckt&#8221;, erwiderte Tromberon garstig. &#8220;Hast du eigentlich eine Ahnung <strong>WEN</strong> du da verspeist hast, ich war nämlich kein gewöhnlicher Wurm!&#8221; &#8220;So ein Stuss, du bist nichts weiter gewesen als simple Nahrung und dazu noch nicht mal eine besonders Schmackhafte, schnauzte Tromberon.&#8221; Sich hin und her windend sprach der Wurm weiter. &#8220;Jetzt hör mir mal zu, was glaubst du wohl, warum ich dir erschienen bin?&#8221;, fragte der Wurm.  &#8220;Das ist doch bloß ein Traum sonst nichts, du bist mir in schlechter Erinnerung geblieben, weil du so furchtbar geschmeckt hast und jetzt verfolgst du mich bis in meine Träume.&#8221; Tromberon wünschte sich aus diesem Traum zu erwachen, dass kam ihm alles einfach zu blöd vor.  Aber der Wurm sprach schon wieder weiter. &#8220;Es hatte einen Grund warum ich dir nicht gemundet habe, ich hatte nämlich Zauberkräfte,&#8221; meinte der Wurm gestelzt. &#8220;Buahhaaa..&#8221; Tromberon schüttete sich aus vor lachen.</p>
<p>&#8220;Zauberkräfte, ein Erdwühler?&#8221; Die Krähe plusterte sich fett auf und kratzte sich belustigt mit der Kralle am Kopf. Der Wurm jedoch blieb sachlich. Es kümmerte ihn nicht ob das Federvieh ihm glaubte oder nicht. Bald würde der sture Vogel schon merken, dass er nicht mehr derselbe war wie vorher. Der Wurm hatte jedenfalls seine Pflicht getan. Die Aufgabe bestand darin, dass er demjenigen der ihn töten würde erscheinen müsse, um ihn über die Übertragung der Wurmzauberkraft in Kenntnis zu setzen. &#8220;Ja und?&#8221;, meinte Tromberon. &#8220;Was habe ich mit deinen angeblichen Zauberkräften zu tun, du bist tot und von mir verdaut worden!&#8221; &#8220;Bist du wirklich so dumm oder willst du mich nicht verstehen&#8221;, sagte der Wurm. &#8220;Meine Zauberkräfte haben sich auf dich übertragen als du mich gefressen hast, ich bin dazu verpflichtet dir dies mitzuteilen!&#8221;  Mit entgleisenden Gesichtszügen schaute Tromberon den fetten Wurm an.</p>
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		<title>Tarelia Kapitel 12</title>
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		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 19:32:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frau Wolkenlos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tarelia mein Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Tarelia Kapitel 12]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Wirf’ das weg!&#8221; Kobus Augen glühten vor Zorn. &#8220;Ja, Herr!&#8221; Grob riss Gator den Kopf des Kundschafters in den Nacken, dann schleifte er ihn an den Haaren hinter sich her. Der Kundschafter zitterte vor Angst und Schmerz, er wusste was ihn nun erwarten würde. &#8220;Halt, warte!&#8221; &#8220;Ich habe vorher noch etwas mit ihm vor.&#8221; Kobus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Tarelia Kapitel 12" src="http://www.frauwolkenlos.de/wp-content/uploads/tarelia_k00.jpg" alt="" width="450" height="301" /></p>
<p>&#8220;Wirf’ das weg!&#8221; Kobus Augen glühten vor Zorn. &#8220;Ja, Herr!&#8221; Grob riss Gator den Kopf des  Kundschafters in den Nacken, dann schleifte er ihn an den Haaren hinter sich her. Der Kundschafter zitterte vor Angst und Schmerz, er wusste was ihn nun erwarten würde. &#8220;Halt, warte!&#8221; &#8220;Ich habe vorher noch etwas mit ihm vor.&#8221; Kobus kam die Stufen seines Thrones hinunter und blieb vor dem Verurteilten stehen. &#8220;Zange&#8221;, befahl der Magier. Eilig kam ein Spelk angerannt, ein Mischwesen aus Stier und Schwein. Er reichte Kobus die gewünschte Zange. Kobus ergriff die linke Hand des Spitzels, setzte die Zange an dessen Daumennagel und riss ihn aus dem Nagelbett.</p>
<p><span id="more-1334"></span></p>
<p>Nacheinander und ohne jedes Mitleid zog Kobus jeden einzelnen Nagel des Spitzels heraus. Vom Schmerz ohnmächtig geworden, sackte der Kundschafter zu Boden. &#8220;Schmeiß&#8221; dieses unzuverlässige Schwein in die Grube&#8221;, befahl Kobus seinem Diener. Böse grinsend griff Gator dem Mann erneut in die Haare und schleifte den Verletzten zur Tür. Energisch steuerte Gator nun die Martergrube an, dort würde sich der dunkle Vollstrecker dem Todgeweihten anzunehmen wissen. Der Vollstrecker würde den Mann allerdings nicht sofort töten. Er genoss die Qualen seiner Opfer und erfreute sich daran, je mehr sie litten. Hatte der dunkle Vollstrecker einmal nichts zu tun, verbrachte er seine Zeit damit neue Foltergeräte zu erfinden. In den vielen Jahren die er nun schon Kobus diente, hatte er eine beachtliche Anzahl Gegenstände zur Folterung erfunden. Bisher konnte er noch keines seiner beiden neuen Foltergeräte ausprobieren, da sich seine letzten Opfer als nicht besonders widerstandsfähig erwiesen hatten.</p>
<p>Plötzlich wurde die Tür zur Martergrube  aufgestoßen und Kobus kam herein. Grob schubste er den verurteilten Kundschafter in den großen Raum. &#8220;Da, er soll deine Spezialbehandlung bekommen!&#8221; &#8220;Kobus hat schon etwas Vorarbeit an ihm geleistet, ich hoffe du hast nichts dagegen.&#8221; Feixend schaute Gator den dunklen Vollstrecker an. &#8220;Viel Spaß, mit deinem neuen Freund&#8221;, sagte Gator und ging mit großen Schritten wieder hinaus. Ängstlich sah der Verurteilte den großen muskulösen Kerl an, der sich zufrieden und in froher Erwartung schon die Hände rieb. Der dunkle Henker dachte erfreut daran, dass er jetzt endlich die Gelegenheit bekommen würde seine neueste Erfindung an diesem Stinkstiefel auszuprobieren. &#8220;Ich will nicht sterben&#8221;, jammerte der Spitzel. &#8220;Können wir uns nicht irgendwie einigen?&#8221; Wenn du mich laufen lässt, soll es dein Schaden nicht sein!&#8221; &#8220;Was kannst du mir schon geben, du Laus&#8221;, sagte der Vollstrecker und trat den Spion hart in die Rippen. &#8220;Du bist mein neues Versuchskaninchen, und weiß du, es gibt gar nichts was du mir anbieten könntest!&#8221; &#8220;Die Hochstimmung die ich haben werde wenn ich mein neues Maschinchen an dir ausprobieren kann ist alles was ich will.&#8221;</p>
<p>Jammernd versuchte der Spitzel die Tür zu erreichen um zu flüchten. Er kam nicht weit, denn  der dunkle Schlächter riss sein Opfer hoch und setzte ihn auf eine große eiserne Vorrichtung die an einer Wand der Martergrube stand.</p>
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		<title>Tarelia Kapitel 11</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Oct 2009 09:23:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frau Wolkenlos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tarelia mein Roman]]></category>

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		<description><![CDATA[Es dauerte noch eine ganze Weile bis sich die Herrscherfamilie annähernd gefasst hatte. Keetu war der erste der das Wort ergriff. Er ging auf seine Tochter zu und legte beide Hände auf ihre Schultern. &#8220;Mava, höre mir zu&#8221;, sagte er. &#8220;Udewin hat gesagt, du musst zu Egoras gehen&#8221;. &#8220;Er sagte, der weise Baum ist der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Tarelia Kapitel 11" src="http://www.frauwolkenlos.de/wp-content/uploads/tarelia_k01.jpg" alt="" width="450" height="301" /></p>
<p>Es dauerte noch eine ganze Weile bis sich die Herrscherfamilie annähernd gefasst hatte. Keetu war der erste der das Wort ergriff. Er ging auf seine Tochter zu und legte beide Hände auf ihre Schultern. &#8220;Mava, höre mir zu&#8221;, sagte er. &#8220;Udewin hat gesagt, du musst zu Egoras gehen&#8221;. &#8220;Er sagte,  der weise Baum ist der einzige  der ihn retten kann, daher solltest du  jetzt sofort zu ihm gehen&#8221;. Mit einem kreidebleichen, starren Gesicht setzte sich Mava auf die Kante des Sofas auf dem gerade eben noch der alte Lehrmeister gelegen hatte, bevor er verschwand.</p>
<p><span id="more-1255"></span></p>
<p>&#8220;Ich begreife einfach nicht was sich hier gerade abgespielt hat, ich kann es nicht fassen.&#8221; Mava schüttelte den Kopf während sie das sagte und strich mit der Hand über das Polster der Ottomane. &#8220;Wie soll ich mich jetzt ohne Udewin auf den Kampf vorbereiten?&#8221;<br />
&#8220;Mein Wissen reicht längst nicht aus um den Feinden Tarelias trotzen zu können&#8221;. &#8220;Egoras muss wissen was zu tun ist, ich werde jetzt sofort zu ihm gehen und ihm erklären was geschehen ist.&#8221; Als Mava aufstehen wollte, stutzte sie. Ihr Blick war auf einen kleinen glänzenden Gegenstand gefallen der zwischen den Postern des Sofas lag. Zögernd griff sie danach und zog ein rundes Amulett, welches an einer zerrissenen Kette hing, hervor. Verwundert betrachtete und drehte sie das Medallion in ihren Händen. In der Mitte war ein  quadratisches Symbol zu sehen in das ein zweites Symbol, ein kleines Dreieck, eingebettet war. Um das Bild herum befanden sich merkwürdige Schriftzeichen, welche Mava noch nie zuvor gesehen hatte. Mehrere eingravierte Runen waren zwischen die Äste eines Baumes eingraviert. Außerdem wirkte das Schmuckstück  dreidimensional und der Rand schillerte  in einem seltsamen blauweißen Licht. Als Mava das Amulett herumdrehte sah sie dort die zwei Sonnen Tarelias.  Neela und Keetu kamen näher um den eindrucksvollen Gegenstand zu betrachten.</p>
<p>Als Mavas Eltern das Amulett nacheinander in ihren Händen hielten, nahm die Intensität des eigenartigen blauen Lichtkranzes plötzlich ab. Keetu und Neela hatten auch keine Ahnung, was die Gravuren bedeuteten könnten, denn keiner von beiden hatte jemals vorher solche Zeichen gesehen. &#8220;Udewin muss das Amulett verloren haben bevor er verschwand&#8221;, sagte Mava als Keetu ihr das Amulett wieder zurück gab. In Mavas Händen nahm das Leuchten des Amulettes sofort wieder an Intensität zu. &#8220;Oder, warf Neela ein, er hat es absichtlich dort liegen gelassen!&#8221; Mava und Keetu sahen Neela überrascht an. &#8220;Naja, es wäre doch möglich, dass er einen guten Grund hatte, sein Amulett absichtlich zurückzulassen, oder?&#8221; Mava überlegte, dann nickte sie. Sie kannte Udewin gut genug um zu wissen, dass er niemals etwas sagte oder tat ohne einen guten Grund zu haben. Keetu strich mit beiden Händen über sein Gesicht. &#8220;Wenn ich Udewin doch nur vertraut hätte!&#8221;</p>
<p>&#8220;Dann wäre das alles gar nicht erst passiert!&#8221;  Neela nahm ihren Mann in den Arm. Um ihn zu beruhigen erinnerte sie ihn daran was Udewin gesagt hatte. Er hatte gesagt, dass nur Egoras in der Lage wäre ihn noch zu retten. Keetu entspannte sich und ging zur Wand an der ein langes Zugseil hing. Er zog mehrmals daran und einige Zeit später kam ein Diener herein um die Anweisungen seines Herrn entgegen zu nehmen. Die zwei Sonnen Tarelias standen inzwischen hoch am Himmel, was darauf hindeutete, dass es fast Mittag war. Mava eilte die Treppe hinauf um ihr Zimmer aufzusuchen. Das Amulett in ihren Händen fühlte sich warm und kraftvoll an. Ihr war bewusst, dass diese Wärme nicht von ihren eigenen Händen ausging sondern vom Amulett selber. Sie würde sich jetzt umziehen und bequeme Kleidung heraussuchen, überlegte sie. Eilig öffnete sie die Schranktüre, sah kurz hinein und griff eine bequeme dunkelgrüne Hose sowie eine gleichfarbige Bluse aus dem Schrank. Dann stieg sie schnell noch in ihre weichen flachen Lederschuhe. Die Haare im Gehen zum Zopf gebunden, dann lief sie nach draußen um sich mit Egoras zu beraten.</p>
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		<title>Tarelia Kapitel 10</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 20:24:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frau Wolkenlos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tarelia mein Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Tarelia Kapitel 10]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Gut, wie du meinst!&#8221; &#8220;Dann sieh’ zu wie du allein den Weg zur Höhle findest!&#8221; Kriech Pyrel wandte sich von der Krähe ab. Ohne sich noch einmal umzudrehen spazierte der Affe betont  gelassen auf den schmalen Weg zwischen einer Baumgruppe zu. Tromberon gab sich, zumindest äußerlich, davon unbeeindruckt. Soll der blöde Kerl mit seiner lächerlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Tarelia Kapitel 10" src="http://www.frauwolkenlos.de/wp-content/uploads/tarelia_k01.jpg" alt="" width="450" height="301" /></p>
<p>&#8220;Gut, wie du meinst!&#8221; &#8220;Dann sieh’ zu wie du allein den Weg zur Höhle findest!&#8221; Kriech Pyrel wandte sich  von der Krähe ab. Ohne sich noch einmal umzudrehen spazierte der Affe betont  gelassen auf den schmalen Weg zwischen einer Baumgruppe zu. Tromberon gab sich, zumindest äußerlich, davon unbeeindruckt. Soll der blöde Kerl mit seiner lächerlich  Bauchtasche ruhig abhauen, er würde dem Blödmann sicher keine Träne nachweinen, dachte er trotzig.</p>
<p><span id="more-1195"></span></p>
<p>Der Ringelwurm unter Tromberons Kralle hatte mittlerweile den Kampf gegen sein unvermeidliches Ende aufgegeben und wehrte sich nun nicht mehr gegen seinen Peiniger. Die Krähe zerteilte ihn in zwei Hälften und schluckte ihn gierig herunter. Der Kriecher schmeckte eigenartig bitter und entsprach nicht dem üblichen Wurmgeschmack, stellte Tromberon enttäuscht fest. Als Tromberon sich nach Kriech Pyrel umsah, wurde er gewahr, dass dieser sich schon ein ganzes Stück entfernt hatte. Insgeheim hatte die Krähe gehofft, dass der Affe umkehren und eine andere Bezahlung vorschlagen würde.  Kriech Pyrel dachte offensichtlich nicht daran. Tromberons Blutdruck geriet mehr und mehr in Wallung  je weiter sich Kriech Pyrel von ihm entfernte.</p>
<p>Die Krähe fing an zu schwitzen und heißer Zorn, sowie abgrundtiefer Hass machten sich nun in ihm breit. Widerwillig musste er sich eingestehen, dass er ohne Kriech Pyrels Hilfe niemals den Weg zu Kobus Höhle finden würde. Er müsste sich fügen und dem verdammten Mistkerl seine einzige Zauberfeder überlassen. Mühselig erhob sich Tromberon in die Luft, holte den Affen schnell ein und flog krächzend neben ihm her um ihm mitzuteilen, dass er ihm die Zauberfeder geben würde. Der Affe blieb stehen und grinste feist. Seine siegessichere Mine machte Tromberon derart rasend, dass er rot sah und die Fassung verlor. Er schoss durch die Luft auf das Haupt des Affen  und pickte ihn mit aller Kraft mehrmals auf den Kopf. &#8220;Auaaaa… was zum Henker&#8221;… Kriech Pyrel fasste sich an den Schädel und schaute auf seine Hand, seine  Pranke war blutverschmiert. Flink wie ein Wiesel packte er Tromberon an den Schwanzfedern und hielt ihn fest. Tromberon versuchte sich aus den Schraubstock- Händen zu befreien, indem er jetzt wie wild auf den Arm des Affen ein hackte. Kriech schleuderte Tromberon grob von sich weg.</p>
<p>Durch die Wucht prallte die Krähe hart auf eine abgestorbene Baumwurzel auf und blieb ein paar Sekunden benommen daneben liegen. Kriech Pyrel fasste indessen in sein Bauchtäschchen, kramte darin herum und zog nach einer Weile ein kleines Etui heraus. Er öffnete es und friemelte umständlich an einem Heftpflaster herum. Dann klebte er es sich auf seinen Kopf um die Blutung zum Stillstand zu bringen. &#8220;OK, du Teflongesicht, du hast gewonnen!&#8221;   Tromberon taumelte auf den Affen zu und hielt ihm devot seine Flugfedern hin. Der Affe breitete sie auseinander und starrte auf Tromberons heiß geliebte Zauberfeder. Dann riss er sie ihm begierig aus, um sie sogleich in seinem Täschchen zu verstauen. Tromberon fühlte sich elend.</p>
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		<title>Tarelia Kapitel 09</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 18:48:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frau Wolkenlos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tarelia mein Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Tarelia Kapitel 09]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Udewin wieder zu Bewusstsein kam und langsam die Augen öffnete, befand er sich liegend auf einer großen Ottomane. Undeutlich, wie durch einen Nebelschleier hindurch, sah er, dass Keetu und Mava sich über ihn beugten. Der gewaltige Schreck, den beide erlitten hatten, standen Vater und Tochter geradezu im Gesicht geschrieben. Kraftlos und stöhnend tastete Udewins [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Tarelia Kapitel 09" src="http://www.frauwolkenlos.de/wp-content/uploads/tarelia_k10" alt="" width="450" height="301" /></p>
<p>Als Udewin wieder zu Bewusstsein kam und langsam die Augen öffnete, befand er sich liegend auf einer großen Ottomane. Undeutlich, wie durch einen Nebelschleier hindurch, sah er, dass Keetu und Mava sich über ihn beugten. Der gewaltige Schreck, den beide erlitten hatten, standen Vater und Tochter geradezu im Gesicht geschrieben. Kraftlos und stöhnend tastete Udewins Hand an seine Schläfe, wobei er merkte, dass er sich eine schmerzhafte Prellung zugezogen hatte.</p>
<p><span id="more-1102"></span></p>
<p>Ächzend versuchte er sich aufzurichten, sank aber sogleich mit schmerzverzerrtem Gesicht zurück. Als er auch noch wahrnahm, dass sein Schultergelenk durch den plumpen Aufprall auf den Boden in Mitleidenschaft gezogen worden war, zog er es vor, sich fürs erste nicht mehr zu bewegen. Gerade wollte er etwas sagen, als plötzlich die Tür des Saales aufschwang und Neela den Raum betrat. In einer Hand hielt sie eine Schüssel mit Wasser und in der anderen ein Bündel Tarelianischer Heilkräuter.</p>
<p>Udewin drückte Keetus Handgelenk und zog ihn näher zu sich heran. &#8220;Ich muss dir jetzt etwas sehr wichtiges sagen, mir bleibt nicht mehr viel Zeit, also höre gut zu&#8221;, sagte Udewin. &#8220;Schicke Mava zu Egoras, er ist der einzige der mich retten kann.&#8221; &#8220;Versprich es mir, versprich mir, dass Mava zu Egoras geht und dass du deine Tochter unterstützen wirst, ganz gleich was sie dir mitteilen wird.&#8221; &#8220;Was ist denn mit dir?&#8221; &#8220;Was soll das heißen, du hast nicht mehr viel Zeit?&#8221; Keetus Stimme wurde klanglos als er merkte, dass ihm die Tränen in seine Augen stiegen. Er versuchte es vor Udewin zu verbergen, was ihm jedoch nicht gelang. Jetzt liefen ihm die Tränen unaufhaltsam die Wange herunter. Der Herrscher senkte den Kopf, er spürte einen dicken Kloß  in seinem Hals. &#8220;Versprich’ es mir&#8221;, sagte Udewin und drückte Keetus Hand noch fester. &#8220;Ich verspreche es, alter Freund.&#8221; &#8220;Es tut mir leid, dass ich dir nicht genug vertraut habe, bitte verzeih’ mir.&#8221;  Udewin nickte, lächelte schwach und der Griff um Keetus Hand lockerte sich. Mava stand wie erstarrt da. Mit einem ungläubigen Gesicht und zutiefst schockiert über Udewins Worte erfasste sie nicht was sie gerade gehört und gesehen hatte.</p>
<p>Der alte Lehrmeister, wand den Kopf und lächelte Mava  zu. Dann schloss er die Lider. Vor den Augen der Herrscher Familie wurde Udewins Leib zusehends durchscheinender. Ein seltsames blaues Licht umhüllte ihn. Langsam, Stück für Stück, löste sich sein Körper auf, bis sein Leib schließlich ganz verschwunden war. Das Wasser und die Heilkräuter fielen aus Neelas kraftlosen Händen. Bestürzt und fassungslos musste sie mit ansehen, wie Udewin vor ihren Augen entschwunden war.</p>
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		<title>Tarelia Kapitel 08</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Aug 2009 07:32:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frau Wolkenlos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tarelia mein Roman]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Ich kann dich nicht bezahlen, ich habe kein Geld.&#8221; Tromberon hob mit seinen Krallen sein Gefieder hoch und zeigte Kriech Pyrel sogar sein Hinterteil, indem er seine Schwanzfedern auseinanderzog und in die Höhe hob. &#8220;Da, sieh&#8217; her, ich besitze keinen einzigen Talus!&#8221; Der Affe grinste amüsiert als er das Hinterteil Tromberons betrachtete. &#8220;Ich weiß, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Tarelia Kapitel 08" src="http://www.frauwolkenlos.de/wp-content/uploads/tarelia_k08.jpg" alt="" width="450" height="301" /></p>
<p>&#8220;Ich kann dich nicht bezahlen, ich habe kein Geld.&#8221; Tromberon hob mit seinen Krallen sein Gefieder hoch und zeigte Kriech Pyrel sogar sein Hinterteil, indem er seine Schwanzfedern auseinanderzog und in die Höhe hob. &#8220;Da, sieh&#8217; her, ich besitze keinen einzigen Talus!&#8221; Der Affe grinste amüsiert als er das Hinterteil Tromberons betrachtete. &#8220;Ich weiß, dass du kein Geld hast, nein ich habe eine andere Belohnung im Sinn&#8221;, feixte der Affe. &#8220;Du kannst also deine Schwanzfedern wieder zusammenfalten, denn  der Anblick deines Hinterteils ist eine Beleidigung für meine Augen&#8221;, spöttelte Kriech Pyrel.</p>
<p><span id="more-1047"></span></p>
<p>&#8220;Was willst du dann?&#8221;, fragte die Krähe mit beleidigter Stimme. Noch ehe der Affe antworten konnte bemerkte er, dass Tromberon von etwas abgelenkt worden war. Die Krähe hopste abrupt auf einen Stein und pickte nach einem dicken Wurm, der sich auf dem Weg ins Erdreich befand. Eine Schweißperle rollte über den Rücken des Wurms, wohl wissend, dass er sich in großer Gefahr befand. Kurz vor Tromberons Zugriff hatte es gerade noch geschafft in eine Spalte des Steins zu kriechen um seinem Jäger zu entgehen. Als der Wurm schon erleichtert aufatmen wollte, spürte er wie etwas an seinem Endstück zerrte.</p>
<p>&#8220;Ich will eine deiner Federn haben!&#8221;, sagte der Affe gerade heraus. &#8220;Kein Problem, wenn es weiter nichts ist&#8221;, kicherte die Krähe. &#8220;Damit wir uns richtig verstehen Tromberon, ich will DIE EINE Feder!&#8221; &#8220;Die, die du so sorgsam hütest und vor jedem versteckst.&#8221; &#8220;Was meinst du?&#8221; &#8220;Welche Feder?&#8221; Tromberon versuchte sein Entsetzen zu verbergen, war sich aber nicht sicher, ob es ihm gelungen war. Das Affenwesen kam näher und breitete Tromberons Flugfedern auseinander. &#8220;Ah, da ist sie ja!&#8221;, stellte der Affe fest und fingerte interessiert an der seltenen Feder herum. &#8220;Pfoten weg!&#8221;, kreischte die Krähe. &#8220;Diese Feder kann ich dir nicht geben, sie ist die einzige meiner Federn die Zauberkraft besitzt!&#8221; &#8220;Ohne sie bin ich so hilflos wie dieser Wurm hier.&#8221; Der Wurm war durch das Gezerre Tromberons aus dem Steinspalt gefallen und befand sich nun windend und in Panik verfallen unter Tromberons Fuß. &#8220;Willst du, dass ich dir den Weg zu Kobus Höhle zeige oder nicht?&#8221; &#8220;Gib mit die Feder als Bezahlung, dann führe ich dich zur Höhle&#8221;, sagte der Affe entschieden. &#8220;Das kommt überhaupt nicht in Frage!&#8221;, schrie Tromberon und drückte seinen Fuß noch fester auf den in Not geratenen Wurm.</p>
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		<title>Tarelia Kapitel 07</title>
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		<pubDate>Sat, 18 Jul 2009 20:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frau Wolkenlos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tarelia mein Roman]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Hey, Krähe!&#8221; Tromberon fuhr erschrocken zusammen. Er schaute sich um, konnte aber nicht sofort erkennen woher die Stimme kam. &#8220;Glotz nicht so dumm aus der Wäsche und schau’ nach oben!&#8221; Auf einem Baum in der Nähe von Tromberons Nachtlager saß ein affenartiges Wesen, welches ihn herablassend und provozierend ansah. In der Klaue hielt die Kreatur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Tarelia 07" src="http://www.frauwolkenlos.de/wp-content/uploads/tarelia_k07.jpg" alt="" width="450" height="301" /></p>
<p>&#8220;Hey, Krähe!&#8221; Tromberon fuhr erschrocken zusammen. Er schaute sich um, konnte aber nicht sofort erkennen woher die Stimme kam. &#8220;Glotz nicht so dumm aus der Wäsche und schau’ nach oben!&#8221; Auf einem Baum in der Nähe von Tromberons Nachtlager saß ein affenartiges Wesen, welches ihn herablassend und provozierend ansah. In der Klaue hielt die Kreatur einen kleinen Spiegel und in der anderen eine Bürste mit der er sich das Fell striegelte.</p>
<p><span id="more-890"></span></p>
<p>Das Ungetüm sah sich im Spiegel an, war mit sich zufrieden und steckte beide Utensilien in ein Ledertäschchen, welches er sich vor den Bauch gebunden hatte. Mit einem gezierten Satz sprang das haarige Wesen vom Baum herunter und baute sich dreist vor Tromberon auf. &#8220;Was willst Du&#8221;, fragte Tromberon knapp. &#8220;Du bist eine groteske und geschwätzige Kreatur, Krähe!&#8221; &#8220;Du redest im Schlaf, ich würde keinen Pfifferling darauf wetten, dass du an den Wachen vor Kobus Höhle schadlos vorbeikommst!&#8221; &#8220;Wie?&#8221; Tromberon starrte den Affen mit zusammengekniffenen Augen an und blaffte: &#8220;Was willst Du eigentlich von mir, du blasiertes Ungetüm?&#8221; &#8220;Tauchst hier auf, mit deiner lächerlichen Bürste und einem Spiegel und nennst mich grotesk und geschwätzig!&#8221; &#8220;Ich bin zwar kleiner als du, aber ich kann dir im Flug auf den Kopf scheißen wenn ich will!&#8221; Ein kurzer verdatterter Blick und das behaarte Geschöpf brach  in schallendes Gelächter aus. Schlagfertig war das Federvieh ja, dass musste man ihm lassen, dachte der Affe. Auch Tromberon konnte sich nicht verkneifen breit zu grinsen. &#8220;Wie heißt Du eigentlich, fragte Tromberon?&#8221; &#8220;Man nennt mich Kriech Pyrel, den &#8220;gerissenen&#8221; Kriech Pyrel!&#8221; &#8220;Was für ein lächerlicher Name!&#8221; Tromberon schüttete sich aus vor lachen und plusterte sich dabei auf. &#8220;Sag’ mir erstmal deinen Namen, vielleicht bekomme ich ja auch was zu lachen, tönte der Affe pikiert zurück.&#8221; &#8220;Ich heiße Tromberon, antwortete die Krähe.&#8221; Oder auch der coole Tromberon.&#8221; &#8220;Passt zu dir, du komischer Piepmatz.&#8221;</p>
<p>&#8220;Was ist denn mit Deiner Kralle passiert, sieht echt blöd aus, weil da eine fehlt!&#8221; Tromberon erzählte Kriech Pyrel was einen Tag zuvor geschehen war. Mitleidig sah dieser die Krähe an. &#8220;Was hast du jetzt vor, Federvieh?&#8221; &#8220;Du spazierst also einfach zu Kobus Höhle, sagst freundlich guten Tag, ich heiße Tromberon und will zum Chef, oder wie hast du dir das vorgestellt?&#8221; &#8221; Keine Ahnung wie ich das anstellen soll, zuerst müsste ich wissen wo sich Kobus Höhle überhaupt befindet.&#8221; &#8220;Das kann ich dir sagen, antwortete Kriech Pyrel.&#8221;  &#8220;Waas?&#8221; &#8220;Du weißt wo sich die Höhle befindet?&#8221; &#8220;Ja!&#8221; Kriech Pyrel schaute gelangweilt auf seine Nägel. Dann stutze er, öffnete sein Bauchtäschchen, holte eine Feile heraus und schmirgelte sich elegant einen seiner Fingernägel gerade. Tromberon verdrehte die Augen und fragte sich insgeheim was der komische Typ noch so in seinem femininen Beutelchen versteckt hatte. &#8220;Hast du auch Flohpulver dabei, fragte Tromberon sarkastisch.&#8221; &#8220;Wieso, brauchst Du eins?&#8221; &#8220;Nein, Mann!&#8221; &#8220;Sag mir lieber wie ich zu Kobus Höhle gelangen kann.&#8221; &#8220;Ohne einen Führer wirst du die Höhle nicht finden&#8221;, meinte Kriech. Lässig ließ er die Feile wieder in seinem Bauchbeutel gleiten. &#8220;OK, kannst du mich dorthin führen?&#8221; &#8220;Kommt drauf an&#8221;, war die Antwort. &#8220;Auf was kommt es an?&#8221; &#8220;Na, auf die Bezahlung, was sonst!&#8221;</p>
<p>&#8220;Was willst du damit sagen, du willst deine Behauptung beweisen,&#8221; fragte Keetu. &#8220;Dann pass’ mal auf&#8221;, war Udewins knappe Antwort. &#8220;Du wolltest es ja nicht anders.&#8221; Udewin beorderte Mava und ihren Vater ans andere Ende des Saales und begann mit einer Beschwörungsformel die er so leise sprach, dass Keetu und Mava sie nicht hören konnten. Dann nahm Udewin seinen hölzernen magischen Stab, drehte ihn um und zeichnete eine komplizierte geometrische Figur auf den Boden. Ein leises unheimliches Grollen und Jammern, welches immer lauter wurde, erfüllte den Raum. Die auf  den Boden gezeichnete Figur begann zu pulsieren und glühte in einem immer greller werdenden roten Licht. Keetu und Mava schlossen die Lider, dass intensive Licht tat ihnen in den Augen weh. &#8220;Seht hin!&#8221; bedeutete Udewin. In der Mitte des  Lichtes offenbarte sich ihnen eine entstellte dunkle Gestalt, die sich in ihren Schmerzen wand. Immer wieder versuchte das widerliche Wesen aus dem magischen Gebilde zu entkommen, doch es gelang ihm nicht. Udewin hob seinen Stab an und richtete den Knauf auf das Wesen, welches sich zu einer grotesken schwarzen Masse umformte. Nur der mächtige ausladende Kopf schaute noch hervor.</p>
<p>Die Kreatur schien jetzt keine Schmerzen mehr zu empfinden, die gelben Augen richteten sich unterwürfig, dennoch bedrohlich wirkend, auf Udewin. &#8220;Deine Frrragen, Magierrr&#8221;, sagte es in einer schleimigen Stimmlage. Der Lehrmeister, der einen offensichtlich sehr angestrengten und geschwächten Eindruck machte, trat einen Schritt vor. Den Stabknauf hatte er noch immer auf das Wesen gerichtet. Dann stellte er dem Wesen seine Fragen. &#8220;Wessen Diener bist du?&#8221; &#8220;Ich diene dem Herrrrscher der Dunkelheit.&#8221; &#8220;Nenne mir den Namen des Herrschers der Dunkelheit&#8221;, befahl Udewin. &#8220;Derrr schwarze Kobus ist mein Herrrr!&#8221; &#8220;Er wirrrd mit seinen Arrrmeen in Tarrrelia einfallen und alles verrrnichten, dass hell und Licht ist, er wirrrd euch alle besiegen&#8221;, sagte das Wesen bösartig feixend. &#8220;Tarrrelia wirrrd der Dunkelheit und Verrrwesung anheim fallen, Kobus wirrrd über alle dunklen Mächte herrrschen.&#8221; &#8220;Mit welchen Mitteln will er Tarelia vernichten, was ist sein Plan?&#8221; fragte Udewin übel gelaunt. &#8220;Das werrrde ich nicht sagen&#8221;, war die energische Antwort der Gestalt. Daraufhin hielt  Udewin den Stab etwas höher  und ein heller Lichtstrahl schoss auf den Kopf des Wesens herab.  Augenblicklich begann es sich wieder in seinen Schmerzen zu winden und gequält zu wimmern. Wieder einmal fuhr ein heftiges Zittern in Udewins Glieder. Dies war nicht das erste Mal gewesen, nun konnte er nicht mehr verbergen wie alt und schwächlich seine Knochen geworden waren und wie viel Kraft es ihn in der letzten Zeit kostete, große Bannsprüche anzuwenden. Das Aufrechterhalten der kräftezehrenden Magie hatte Udewins Lebenskraft, gerade in diesem Augenblick, besonders stark geschwächt. Trotzdem, er musste jetzt unbedingt durchhalten um dem Wesen wenigstens noch diese eine Antwort entlocken zu können. Im gleichen Moment erkannte er, dass er dazu nicht mehr in der Lage war. Udewins Kräfte waren verbraucht. Bevor er das Bewusstsein verlor und hart auf dem Boden aufschlug, gelang es ihm dennoch die Beschwörungsformel, und damit den Bann aufzuheben, welcher das Wesen herbei gezwungen hatte.  Udewins &#8220;Rückwärts – Spruch&#8221; transportierte das widerliche Wesen zurück in die Finsternis.</p>
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		<title>Tarelia Kapitel 06</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 19:35:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frau Wolkenlos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tarelia mein Roman]]></category>

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		<description><![CDATA[Zutiefst bestürzt durch die beunruhigende Botschaft des Greifvogels schaute Mava in den großen Spiegel. Sie ließ sich auf den davor stehenden Stuhl sinken, legte ihren  Kopf in die  Hände und fuhr schließlich nervös durch ihre Haare. Ihr wurde klar, dass auch sie in den Kampf ziehen muss um Tarelia zu retten. Viel hatte sie noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Tarelia 06" src="http://www.frauwolkenlos.de/wp-content/uploads/tarelia_k06.jpg" alt="" width="450" height="301" /><br />
Zutiefst bestürzt durch die beunruhigende Botschaft des Greifvogels schaute Mava in den großen Spiegel. Sie ließ sich auf den davor stehenden Stuhl sinken, legte ihren  Kopf in die  Hände und fuhr schließlich nervös durch ihre Haare. Ihr wurde klar, dass auch sie in den Kampf ziehen muss um Tarelia zu retten. Viel hatte sie noch nicht über Magie und Schwertkampf gelernt und diese Einsicht verstärkte nun ihre Angst. Udewin hatte ihr zwar mal eine Lehrstunde gegeben bei der er ihr die verschiedensten Waffen gezeigt hatte, richtig geübt hatte sie jedoch noch mit keiner einzigen.</p>
<p><span id="more-824"></span></p>
<p>So oder so, sagte sie zu sich selbst. Sie müsste eben schneller lernen und mit Udewin einen Plan ausarbeiten. Entschlossen sprang sie auf und eilte zur Tür. Sie würde jetzt mit ihrem Vater über die kommende Bedrohung sprechen  und war sich gleichzeitig ziemlich sicher, dass er ihr nicht glauben würde.<br />
Als sie die große Freitreppe herunter ging hielt sie inne da sie einen heftigen Wortwechsel hörte. Udewin war gerade dabei ihren Vater davon zu überzeugen, dass die Bedrohung Tarelias kein Hirngespinst sei. Keetu wedelte daraufhin drohend mit dem Zeigefinger und teilte Udewin lautstark mit, was er von dieser, in seinen Augen völlig absurden Geschichte halten würde. Er hielt gar nichts davon und das machte er dem Lehrmeister sehr deutlich klar. Mava hörte die nachfolgenden Worte Udewins der einen weiteren verzweifelten Versuch unternahm Keetu von der Gefahr  durch diese schwarze, bösartige Magie zu überzeugen. Keetu ließ sich einfach nicht überzeugen. Im Gegenteil, auf Udewins Wunsch Mava vorsichtshalber auch für den Kampf mit Waffen trainieren zu lassen, antwortete Keetu, dass er dies sofort wieder vergessen könnte. Es käme nicht in Frage seine Tochter durch diese verrückte Geschichte zu beunruhigen. Mit einem Mal wurde Udewin sehr ruhig. Er hoffte darauf, dass Keetu sich bald ausgetobt hätte und das er dann zugänglicher sein würde. Als dies schließlich der Fall war, antwortete Udewin mit ruhiger Stimme, dass er nun schweren Herzens den Beweis für seine Behauptung liefern müsste. Er hatte inständig gehofft er müsste keine sichtbare Demonstration liefern. Er hatte gedacht, dass Keetu und er auf der Stelle einen Abwehrplan hätten erarbeiten können. Je früher Gegenmaßnahmen ergriffen würden, desto besser wäre es, denn die Zeit arbeitete ganz klar gegen sie. Mava war die Treppe herunter gekommen. Vater! Udewin hat unzweifelhaft die Wahrheit gesprochen. Wie kann es sein, dass Du ihm nicht traust? Keetu wollte gerade wieder aufbrausen aber das ernste, besorgte  Gesicht seiner Tochter hielt ihn von einem erneuten Wutausbruch ab. Leise und mit ruhiger Stimme erzählte sie alles was sie von dem Greifvogel erfahren hatte. Verschwörung! Das ist eine Verschwörung, ereiferte sich Keetu erneut. Jetzt reicht es, schrie Udewin. Du ignoranter Sturkopf. Ich werde dir jetzt zeigen mit welch’ bösartiger  Macht wir es zu tun bekommen werden!</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Tarelia Kapitel 05</title>
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		<pubDate>Fri, 12 Jun 2009 15:56:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frau Wolkenlos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tarelia mein Roman]]></category>
		<category><![CDATA[Tromberon]]></category>

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		<description><![CDATA[Tromberon hockte auf dem kahlen Ast eines alten Baumes. Es war dunkel geworden und die Krähe war schläfrig. Es war zu spät um weiterzufliegen, daher beschloss Tromberon die Nacht auf dem Geäst zu verbringen und ein wenig zu schlafen. Der Fuß war an der Stelle an dem die Kralle fehlte, noch etwas angeschwollen aber der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Tarelia Kapitel 05" src="http://www.frauwolkenlos.de/wp-content/uploads/tarelia_k05.jpg" alt="" width="450" height="301" /></p>
<p>Tromberon hockte auf dem kahlen Ast eines alten Baumes. Es war dunkel geworden und die Krähe war schläfrig. Es war zu spät um weiterzufliegen, daher beschloss Tromberon die Nacht auf dem Geäst zu verbringen und ein wenig zu schlafen. Der Fuß war an der Stelle an dem die Kralle fehlte, noch etwas angeschwollen aber der Schmerz hatte zum Glück nachgelassen. Tromberon würde das lädierte Bein unter seine Federn stecken und mit dem anderen Gliedmaß ausreichend abgestützt sein. In der Morgendämmerung könnte er sich dann aufmachen und diesen Kobus suchen.</p>
<p><span id="more-711"></span>Tromberon plusterte sich noch einmal kräftig auf, ordnete mit seinem Schnabel die schwarzen Federn und duselte schließlich ein. Ganz in der Nähe des Baumes, aus einem dichten Gesträuch heraus, beobachteten zwei listige Augen die schlafende Krähe&#8230;</p>
<p>Als der Morgen dämmerte erwachte Mava ausgeruht. Sie blickte von ihrem Bett aus in den Himmel, zog ihre Decke bis zum Kinn hoch und genoss die Stille um sich herum. Es würde nicht mehr lange dauern bis die kurze Zeit der Dämmerung der ersten Sonne Platz machen würde. Mava freute sich immer sehr auf diesen Moment. Es war schon immer ein ganz besonders magischer Augenblick für sie gewesen. Schon als Kleinkind hatte sie diese enge Verbindung zum Himmel und der Natur gespürt. Sie war guter Stimmung, denn am Nachmittag würde sie wieder mit Udewin zusammentreffen. Sie sah ihrer Lehrstunde voller Vorfreude entgegen. Als sie aufgestanden war, begab sie sich zum Fenster um es weit zu öffnen.</p>
<p>Noch immer in ihre weiche Decke gehüllt, schaute sie hinaus zu den Bergen und blickte zum Himmel der sich jetzt in einem zart goldenen Licht zeigte. Mava beobachtete, wie die Sonne hinter den Bergen aufging und die Landschaft langsam vom Licht erfüllt wurde. Sie schloss die Augen und konzentrierte sich, bis sie schließlich eins wurde mit der Natur und dem Licht. Dann breitete sie ihre Arme aus und atmete tief den Duft des Morgens ein. Als sie die Augen schließlich öffnete, wurde ihre Aufmerksamkeit auf etwas anderes gelenkt. Sie erblickte in der Ferne einen großen Vogel, der in einem weiten Bogen immer wieder um den alten Baum Egoras seine Kreise zog.</p>
<p>Mava hatte das seltsame Gefühl, dass der Vogel mit Egoras sprach. Nein, sie war sich sicher, dass der Vogel mit dem Baum sprach! Sie spürte, dass diese Unterhaltung irgendetwas mit ihr zu tun hatte, konnte aber nicht verstehen um was es ging. Rasch änderte das Tier seine Flugrichtung und schwebte auf Mava zu. Erst als der Vogel immer näher kam, sah sie wie groß er wirklich war. Mava wich zurück, als sie merkte, dass der Vogel nicht auf dem Fenstersims sondern in ihrem Zimmer landen würde. Die Flügelspannweite des Tieres war gewaltig, die Augen goldgelb mit schwarzer Pupille. Tief beeindruckt sah Mava wie der große, elegante Greifvogel nun auf ihrem Bett saß und sie mit seinen achtsamen Augen fixierte. Ihr fiel ein, dass dies die Gelegenheit wäre, die erlernte Sprache der Tiere anzuwenden.</p>
<p>Sie konzentrierte sich, atmete tief ein und aus und schloss schließlich die Augen. Als sie spürte, dass sich alle ihre Sinne mit dem Tier verbunden hatten, hörte sie die Stimme des Greifvogels. Er sei zu ihr gekommen um sie zu warnen, großes Unheil würde über ganz Tarelia hereinbrechen, teilte er ihr mit. Fassungslos fragte Mava das Tier was genau er damit meinen würde, welche Gefahr Tarelia drohen würde. Der Greif antwortete, dass sich ein mächtiger Feind bereit machen würde, ganz Tarelia in Finsternis und Fäulnis versinken zu lassen. Die Macht des Feindes sei sehr groß. Daher wäre es unerlässlich und lebenswichtig, dass sich sämtliche Magier, Heiler und Krieger vereinen um das Unglück möglicherweise noch abwenden zu können.</p>
<p>Mava öffnete die Augen als sie merkte, dass der Vogel ihr nichts Weiteres mitzuteilen hatte. Mit einem kraftvollen Satz sprang er von ihrem Bett herunter, flog zum Fenster und schwang sich in die Luft. Mava hörte noch den eindringlichen Schrei des Tieres, bevor es aus ihrem Sichtfeld verschwunden war&#8230;</p>
<p>Tromberon blinzelte, als die Sonne ihm ins Gesicht schien. Ein kurzer Flug zum Boden, ein ausgiebiges Bad in dem kleinen Bach und Tromberon war wieder munter. Krächzend hüpfte die Krähe aus dem Bach um sich nach etwas fressbaren umzusehen. Eine fette Schnake saß auf einem Grashalm und hauchte ihr Leben aus, als Tromberon sie von Halm zupfte. Auch ein argloser Käfer verlor durch ihn sein ohnehin viel zu kurzes Leben. Als die Krähe satt war, überlegte sie wie sie den Weg zu Kobus finden könnte. Ohne Hilfe würde sie ihn sicherlich nicht so schnell finden können. Tromberon erinnerte sich daran, einmal einem Gespräch gelauscht zu haben, dass zwei große Hundeartige Wesen geführt hatten. Einer der Beiden hatte zitternd erzählt, dass Kobus in einer Höhle im Gebirge hausen würde. Der Eingang sei bewacht von mehreren dunklen geisterhaften Gestalten die jeden unbekannten Töten würden. Einmal sei eine Kreatur zum Eingang der Höhle gekommen um Kobus zu sprechen. Nach einem kurzen Wortwechsel bei dem es um ein Erkennungszeichen ging, welches der Fremde aber nicht kannte, hob einer der Wachen den Arm und das Wesen zerfiel sogleich in seine Bestandteile. Am ganzen Leib zitternd musste Tromberon daran denken, dass es ihm genauso  ergehen könnte, wenn er sich nicht einen Plan überlegen würde der seine Aussicht auf ein Weiterleben zumindest ein wenig erhöhen könnte.</p>
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		<title>Tarelia Kapitel 04</title>
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		<pubDate>Fri, 29 May 2009 19:13:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frau Wolkenlos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tarelia mein Roman]]></category>

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		<description><![CDATA[Die erste Sonne Tarelias war längst untergegangen und tauchte Mavas Zimmer in ein rot goldenes Licht, welches jetzt durch die gläserne Dachkuppel schien. Gleich würde auch die zweite Sonne untergehen und der Nacht weichen müssen. Udewin war mit Mava sehr zufrieden gewesen. Sie hatte die Sprache der großen Krähe, einem Geschöpf der Lüfte erlernt. Nachdem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Tarelia Kapitel 04" src="http://www.frauwolkenlos.de/wp-content/uploads/tarelia_k04.jpg" alt="" width="450" height="301" />Die erste Sonne Tarelias war längst untergegangen und tauchte Mavas Zimmer in ein rot goldenes Licht, welches jetzt durch die gläserne Dachkuppel schien. Gleich würde auch die zweite Sonne untergehen und der Nacht weichen müssen. Udewin war mit Mava sehr zufrieden gewesen. Sie hatte die Sprache der großen Krähe, einem Geschöpf der Lüfte erlernt.</p>
<p><span id="more-625"></span>Nachdem der Unterricht beendet war, fragte Mava ihren Lehrmeister was sie bei ihrem nächsten Treffen lernen würde. Udewin hatte gelächelt und geantwortet, dass sie die Sprache eines am Boden lebenden Tieres lernen würde. Mit erwartungsvoller Mine fragte Mava ihn um welches Tier es sich handeln würde. Udewin entgegnete mit einem feixendem Gesichtsausdruck, dass es eine Überraschung werden würde. Mehr war nicht aus ihm herauszubekommen. Obwohl sie bei der heutigen Übung unter Udewins und Egoras Schutz stand, hatte Mava ein ungutes Gefühl beschlichen, als sie mit der Krähe sprach. Irgendetwas war mit diesem Vogel.</p>
<p>Eine kalte und ungute Ausstrahlung ging von diesem Tier aus. Mava glaubte sogar eine Spur von Feindseligkeit empfunden zu haben. Sie hatte mit Udewin nicht über ihre Wahrnehmung gesprochen. Jetzt bedrückte es sie, dass sie es ihm nicht erzählt hatte. Und das, obwohl ihr Lehrmeister ihr stets eingetrichtert hatte, sie solle ihm ihre Eindrücke nach den Übungen sofort mitteilen. Bei ihrem nächsten Treffen würde sie es ihm erzählen, und würde einmal mehr darauf hoffen müssen, dass Udewin nachsichtig mit ihr sein würde.</p>
<p>Mehrere Male schon hatte sie Udewins Anweisungen ignoriert, wurde aber nur ein einziges Mal sehr heftig  auf ihr Fehlverhalten hingewiesen. Udewin sah sich damals sogar gezwungen ihre Eltern über ihre leichtsinnige Handlungsweise in Kenntnis zu setzen. Keetu hatte seine Tochter daraufhin für zwei Tage in ihr Zimmer geschickt und von allen isoliert. In den beiden einsamen Tagen dachte sie über ihre Missetat nach und bereute zutiefst was sie  angestellt hatte. Wie dumm und leichtsinnig war doch ihr damaliges Handeln gewesen. Diese Leichtsinnigkeit hatte ihr einst fast das Leben gekostet wenn Udewin nicht noch rechtzeitig eingegriffen hätte.</p>
<p>Sie hatte ihren Lehrmeister, damals als das Unglück geschah, gefragt ob er ihr ein bestimmtes Buch aus seiner Bibliothek leihen würde. Es war nicht irgendeine Lektüre sondern ein sehr wertvolles und altes Buch, das den Titel &#8220;Alte Zauber – Foliant der Bannsprüche&#8221; trug. Udewin lehnte ihre Bitte sofort ab, warnte sie davor es zu berühren oder es zu lesen. Desweiteren wies er sie darauf hin, dass es sehr riskant sei darin zu lesen, selbst für einen so routinierten und mächtigen Magier wie ihn selbst. Als Udewin die Bibliothek kurz darauf verließ, überwältigte Mava eine maßlose Neugier, die Warnung Udewins schlug sie in den Wind. Sie wuchtete den schweren Folianten aus dem Regal, legte ihn auf einen Tisch und schlug das Buch ungeduldig auf. Dann begann sie darin zu lesen.<br />
Sehr schnell bemerkte sie einen unangenehmen Druck auf den Augen, dann wurde ihr schwindelig. Sie fühlte, wie ihre Augen mehr und mehr aus ihren Höhlen hervortraten. Mava war wie gelähmt und nicht mehr in der Lage ihren Blick von den seltsamen Schriftzeichen abzuwenden. Sie schwitzte heftig und bekam gleichzeitig eine Heidenangst die schnell einer wilden Verzweiflung Platz machte. Das Buch schien sie festzuhalten und ihre Augen traten immer weiter aus ihren Höhlen hervor. Die Schriftzeichen zogen nun ihre Augäpfel ganz aus den Höhlen, bis sie heraustraten und nur noch am Sehnerv herunter hingen. Es würde nicht mehr lange dauern, bis der Nerv zerreißen und das Buch ihre Augen verschlingen würde. Mava war unfähig zu schreien, ihr ganzer Körper war durch den Einfluss des unseligen Buches gelähmt.<br />
Plötzlich schlug ein dunkelgrüner Lichtblitz in das Buch, begleitet von einem kolossalen Knall. Mava wurde in die Luft geschleudert und prallte hart auf dem Boden auf. Bevor sie das Bewusstsein verlor, sah sie noch Udewins Gestalt im Raum stehen. Als sie einige Minuten später wieder zu sich kam, befand sie sich auf einem Sofa. Ihr Lehrmeister hatte sie dort abgelegt und hielt ihr nun ein Glas Wasser hin. Mit schuldhafter Mine und ohne Udewin in die Augen zu blicken nahm Mava das Wasserglas und trank es aus. Als sie ihm das leere Glas zurück reichte, schaute sie ihn beschämt und verlegen an. Udewins Blick ließ nichts Gutes erahnen. Als Mava etwas sagen wollte machte er eine barsche, abweisende Handbewegung.<br />
Sichtlich um Fassung bemüht, zeigte der sonst so gelassene Udewin ihr seine tiefe Enttäuschung indem er sie mit einem verbissenen Blick fixierte, um kurz darauf seinem Ärger und seiner Enttäuschung Luft zu machen. Nachdem er Mava aufgezeigt hatte was ohne sein Eingreifen mit ihr geschehen wäre, schämte sie sich so sehr, dass sie anfing zu heulen. Mit stockender Stimme bat sie Udewin ihr zu verzeihen. Mit nicht mehr ganz so ärgerlicher Mine vergab er ihr. Um eines würde sie nicht herumkommen. Udewin würde ihre Eltern von ihrer Missetat berichten müssen, was Mava notgedrungen auch einsah. Nachdem Keetu und Neela von Mavas Vergehen erfahren hatten, wurde sie auf ihr Zimmer geschickt in dem sie dann zwei Tage, abgeschottet von ihrer Familie bleiben musste.</p>
<p>Morgen hatte Mava wieder Unterricht bei Udewin. Sie freute sich darauf und war sich sicher, dass sie ihm von ihrer Wahrnehmung, die Krähe betreffend, erzählen würde. Nie wieder würde sie ihrem Lehrmeister Kummer bereiten oder seine Anleitungen missachten. Die zweite Sonne war nun untergegangen und einer Sternenklaren Nacht gewichen. Der Tag war ereignisreich gewesen und die Müdigkeit legte sich langsam auf Mavas Lider. Sie legte sich in ihr Bett, drehte sich in ihre weiche Decke und schlief ein.</p>
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		<title>Tarelia Kapitel 03</title>
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		<pubDate>Sat, 23 May 2009 16:20:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frau Wolkenlos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tarelia mein Roman]]></category>

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		<description><![CDATA[Unzählige geheimnisvolle Verbindungswege führten in die Berge Tarelias. Nur wenige Kreaturen wussten überhaupt das es dort Wege gab und wohin sie führten. Die Bevölkerung Tarelias hatte gar keine Kenntnis über irgendwelche Pfade die in das Gebirge führten. Der Grund dafür lag vor allem darin, dass sie lediglich für Schemen, dunkle Magier und absonderlich aussehende Tiergestalten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Tarelia Kapitel 03" src="http://www.frauwolkenlos.de/wp-content/uploads/tarelia_k03.jpg" alt="" width="448" height="299" />Unzählige geheimnisvolle Verbindungswege führten in die Berge Tarelias. Nur wenige Kreaturen wussten überhaupt das es dort Wege gab und wohin sie führten. Die Bevölkerung Tarelias hatte gar keine Kenntnis über irgendwelche Pfade die in das Gebirge führten. Der Grund dafür lag vor allem darin, dass sie lediglich für Schemen, dunkle Magier und absonderlich aussehende Tiergestalten sichtbar waren. Geister und dunkle Magier waren diejenigen die die Pfade vor Äonen von Jahren angelegt hatten.</p>
<p><span id="more-603"></span>Für gewöhnliche Tarelianer waren die Gebirge ein mysteriöser und verruchter Ort. Niemand würde je freiwillig dort hingehen. Einige Bewohner behaupteten ängstlich und hinter vorgehaltener Hand, dass das gesamte Gebirge ein verfluchter Ort sei. Jeder der dorthin ginge würde auf der Stelle sterben.<br />
Deshalb mieden die Leute das Gebirge wie eine todbringende Seuche und unterließen es überhaupt darüber zu sprechen.<br />
Tromberon flog krächzend durch die dichten schwarzen Wolken. Zornig musste die Krähe an Udewin denken. Dieser hatte es wieder einmal gewagt ihn in die Ebene Tarelias zu zwingen, nur um diesmal einer verzogenen Göre zu Diensten zu sein. Was ging es Tromberon überhaupt an, ob dieses Balg die Sprache der Tiere erlernen muss. Wütend über Udewins Dreistigkeit rupfte sich die Krähe im Flug zwei Federn aus. Sofort  geriet sie ins Schlingern, taumelte und klatschte bald darauf in eine große matschige Lache aus abgestorbenen Pflanzenteilen.<br />
Vorsichtig und noch ganz benommen von dem Aufprall streckte Tromberon erst ein Bein nach oben, dann das andere. Erleichtert stellte der Vogel fest, dass er sich nichts gebrochen hatte. Trotzdem verspürte er einen dumpfen Schmerz und starrte fassungslos auf seinen Fuß.<br />
Eine Kralle war abgerissen und die Wunde blutete. Von Zorn und Schmerz überwältigt verfluchte er Udewin und Mava, die er beide für sein Unglück verantwortlich machte.<br />
Tromberon wollte Rache.  Auch für den schmerzlichen Verlust seiner Kralle sollte dieser &#8220;Magiemurkser&#8221; letztlich büßen müssen.<br />
Nachdem sich die Krähe mit einer toten Maus und einer kleinen Eidechse den Bauch voll geschlagen und den lädierten Fuß in einem Bach gekühlt hatte, fasste sie einen Entschluss. Ohne die Hilfe eines mächtigen Magiers würde Tromberon keine Rache nehmen können. Er brauchte einen mächtigen Verbündeten der es mit Udewin aufnehmen könnte. Es gab für Tromberon nur ein einziges Wesen, das stark genug war sich mit Udewin anlegen zu können.<br />
Der niederträchtige Magier Kobus würde genau der Richtige sein um Tromberons Rache an Udewin zu vollziehen.<br />
Kobus war ein extrem boshafter und unberechenbarer Schwarzmagier. Er hatte noch nicht einmal davor zurückgeschreckt seinen eigenen Bruder zu töten, nur weil er es ein einziges Mal gewagt hatte ihn zu kritisieren. Mit kaltem Grausen dachte Tromberon daran, dass der Magier eine Gegenleistung von ihm erwarten würde, wenn er es überhaupt in Betracht zöge ihr zu helfen.<br />
Es bestand sogar die Möglichkeit, dass er die Krähe einfach töten würde noch bevor sie den Schnabel überhaupt geöffnet hätte um ihm ihr Anliegen vorzutragen.</p>
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		<title>Tarelia Kapitel 02</title>
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		<pubDate>Fri, 08 May 2009 20:33:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frau Wolkenlos</dc:creator>
				<category><![CDATA[Tarelia mein Roman]]></category>

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		<description><![CDATA[Keetu, der mit dem Säubern seines grünlich schimmernden Amulettes beschäftigt war, unterbrach seine Tätigkeit und wandte sich an Udewin. Dieses Kind, ich sage Dir, manchmal frage ich mich was wirklich in ihrem Kopf herumgeht!  Sie ist in letzter Zeit aufsässig, unkonzentriert und noch dazu verträumt. Dann auch noch dieses unablässige Gerede über die Berge.. Gestern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter" title="Tarelia Kapitel 02" src="http://www.frauwolkenlos.de/wp-content/uploads/tarelia_k02.jpg" alt="" width="450" height="301" />Keetu, der mit dem Säubern seines grünlich schimmernden Amulettes beschäftigt war, unterbrach seine Tätigkeit und wandte sich an Udewin. Dieses Kind, ich sage Dir, manchmal frage ich mich was wirklich in ihrem Kopf herumgeht!  Sie ist in letzter Zeit aufsässig, unkonzentriert und noch dazu verträumt. Dann auch noch dieses unablässige Gerede über die Berge.. Gestern Abend zum Beispiel&#8230;&#8230; &#8220;Ach Keetu, Mava wird schon noch vernünftig werden, sagte Neela&#8221;.  Keetu schmunzelte, da er den energischen Gesichtsausdruck seiner Frau registriert hatte.  Udewin war froh, dass Neela das Wort ergriffen hatte.</p>
<p><span id="more-501"></span>Er sah in Mava eine freundliche, gelehrige Schülerin. Er konnte auch nicht behaupten, dass Mava aufsässig sei. Udewin hatte noch nie mit ihr Probleme gehabt, ganz im Gegenteil. Ich werde Mava zu einer Botschafterin ausbilden lassen, die in allen Bereichen Tarelia vertreten wird, erwiderte Neela gelassen. Von ihr wird in der Zukunft sehr viel erwartet werden, und das weiß sie.  Sie muss aber auch die Gelegenheit bekommen ihre eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Du willst ja schließlich keine Marionette als Tochter haben! Trotzig schaute Mava aus den Augenwinkeln ihre Eltern an. Es wurmte sie, dass die beiden über sie redeten als wäre sie nicht im Raum. Udewin und Mava sahen gemeinsam aus dem großen Fenster nach draußen. Ein beeindruckender, uralter Baum stand um einiges  entfernt vor einer Waldlichtung. Gewaltige hohe Berge zeichneten sich in weiter Ferne ab und schienen Mava mit leiser aber bedeutungsvoller Stimme zu rufen. Ein Lächeln huschte über Mavas Gesicht. Ehe sie sich ganz ihren Träumereien hingeben konnte, unterbrach Udewin ihre Gedanken. &#8220;Nun komm Kind, wir sollten anfangen.&#8221;<br />
Die 2 Sonnen von Tarelia spendeten goldenes Licht, als Lehrer und Schülerin nach draußen traten. &#8220;Wohin gehen wir, Udewin&#8221;? &#8220;In die Natur, dort wirst Du weitere Übungen machen, die du Beherrschen solltest. &#8221; Der alte Baum wird Dir heute eine wichtige Unterweisung  geben.&#8221; &#8220;Es ist so schwer, ich kann meine Gedanken jetzt nicht ausschalten und es fällt mir auch nicht leicht, mich zu konzentrieren, seufzte Mava. &#8220;Du vertraust mir doch, oder?&#8221; Mava nickte. &#8220;Dann vertraue mir auch jetzt, ich werde dir helfen und dich führen, sagte Udewin. Mava sog den Duft der Bäume und der Blumen tief in ihre Nase ein und fühlte sich jetzt bereit dem alten Baum gegenüber zutreten.<br />
Mava kniete sich wie immer vor den mächtigen Stamm des weisen alten Baumes. Udewin sang leise das Lied des Lichts, breitete dabei seine Arme aus und die Umgebung wurde langsam in grünlich &#8211; goldenen Glanz getaucht. Tief entspannt und mit geschlossenen Augen hörte Mava die vertraute Stimme des Baumes der sie freundlich begrüßte. Ich grüße dich ebenfalls Egoras, sagte Mava. &#8220;Ich erwarte deine Weisheit und freue mich auf eine weitere Unterweisung, allwissender Egoras von Tarelia&#8221;.<br />
Wie immer hatte Udewin den Lichtwall des Schutzes um den Baum und seine Schülerin gelegt, es war wichtig, dass keinerlei Störungen während der Unterweisung erfolgen. &#8220;Heute sollst du die Sprache der Krähen erlernen, sagte Egoras&#8221;. Mache dich bereit. Vor Mavas innerem Auge flog jetzt eine Krähe heran. Sie krächzte laut und setzte sich auf einen der Äste des Baumes. Mava konzentrierte sich auf die Krähe, diese musterte Mava nun mit ihren schwarzen Augen. Mava stellte dem Vogel im Geiste die Frage wie ihr Name sei. Die Krähe krächzte dreimal, doch Mava konnte das Tier nicht verstehen. Höre genau hin, flüsterte Egoras, die Krähe hat deine Frage verstanden und sie hat geantwortet. Mava konzentrierte sich und bat die Krähe noch einmal ihren Namen zu wiederholen.<br />
Ein dreimaliges lautes Krähen drang in Mavas Ohr, sie glaubte den Namen Omberon verstanden zu haben. Die Krähe krächzte erneut. Jetzt war sich Mava sicher, dass der Name der Krähe Tromberon sei und sprach diesen Namen laut aus. Die Krähe blieb ruhig, duckte sich nach vorne, breitete ihre Flügel aus und flog lautlos davon. Sehr gut, Mava. Du siehst also, dass sich deine Übungen zur Entspannung schon bezahlt machen. Sie helfen dir die Sprache der Tiere zu verstehen. Übe weiterhin fleißig und regelmäßig, dann wirst du deinem Ziel jedesmal ein Stückchen näher kommen, bedeutete Egoras.</p>
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