Der Inquisitor

Heute möchte ich Euch ein Hörbuch empfehlen, in dem es ziemlich gruselig vor sich geht. Bei Wolfgang Hohlbeins Roman „Der Inquisitor“ bekam ich stellenweise eine Gänsehaut, die sich gewaschen hatte. Besonders der Schluss des Hörbuches nahm eine unerwartete Wendung.
Tobias und Katrin sind zwei Jugendliche die seit der Kinderzeit miteinander befreundet sind und dies, obwohl Tobias ein Sohn aus gutem Hause, und Katrin von eher bescheidender Herkunft ist.
Ohne sich etwas Böses zu denken gehen sie eines Tages herunter zum See und Katrin springt nackt ins Wasser. Tobias beobachtet ihren schönen Körper und merkt, dass sie ihn erregt. Katrin kommt aus dem Wasser und legt ihren Kopf an seine Schulter.

Sie kommen sich in aller Unschuld nahe, erkunden ihre Körper, gehen aber nicht bis zum äußersten.
Selbstvergessen bemerken sie nicht, dass sie beobachtet werden. Als Tobias plötzlich an den Haaren gefasst und nach hinten gerissen wird, überschüttet ein Mönch beide mit Vorwürfen der Sündhaftigkeit. Er droht lautstark mit ewiger Verdammnis. Katrin und Tobias dürfen nicht mehr zusammen sein und werden voneinander getrennt.
16 Jahre nach diesem Vorfall ist aus Tobias der Inquisitor „Pater Tobias“ geworden. Als solcher wird er in ein Dorf namens Buchenfeld beordert. Dort soll eine Hexe ihr Unwesen treiben und Pater Tobias soll ihr als Inquisitor den Prozess machen. Schreckliches hat sich in dem Ort abgespielt. Vergiftetes, stinkendes Wasser, missgebildete Kinder, Tiere mit zwei Köpfen und verfaultes Korn haben die Menschen auf den Gedanken gebracht, dass die Hexe schuld an ihrem Unglück sei. Als er fragt wer diese Hexe ist, antworten ihm die Leute sie wäre die Frau des Apothekers. Diese hätte den Ort verflucht. Außerdem wäre sie für den Tod ihres Mannes verantwortlich.
Pater Tobias lässt sich den Aufenthaltsort zeigen indem die vermeintliche Hexe untergebracht worden ist. Er begibt sich zu einem Turm und findet dort eine völlig verwahrloste fast verhungerte Frau, die an Händen und Füßen mit Ketten gefesselt worden ist. Entsetzt stellt er fest, dass die Frau kurz davor ist zu sterben. Als er ihr die filzigen Haare aus dem Gesicht streicht erblickt er zutiefst erschüttert seine geliebte Katrin, die er damals vor 16 Jahren verloren hatte..
Das Hörbuch ist mit 306 Minuten zwar nicht ganz so lang, was aber nicht so schlimm ist. Die Story ist dafür schön gruselig und spannend. David Nathan ist der Sprecher in „Der Inquisitor“ und er macht dies wie immer wirklich klasse.

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