Die fünfte Frau

Für alle Krimifans unter Euch habe ich nun einen klasse Hörbuchtipp abzugeben. Henning Mankell’s “Die fünfte Frau” ist ein Krimi der es wirklich in sich hat. Kurt Wallander ist ein erfahrener Kriminalbeamter der im Grunde genommen vor den Scherben seines Lebens steht. Seine Frau hat sich von ihm scheiden lassen, da er durch seine Polizeiarbeit kaum noch Zeit für die Familie hatte. Seine Tochter meldet sich nur dann und wann, sie führt ihr eigenes Leben. Wallanders Vater hat die Alzheimer Krankheit. Darum will er die bewusste Zeit seines Vaters nutzen und erfüllt ihm einen lang gehegten Wunsch. Er will mit ihm nach Rom reisen. Glücklich erlebt er wie sein Vater auf der Reise aufblüht, und den Urlaub genießt.

Nach der Reise kehrt Wallander gestärkt und ausgeruht an seinen Arbeitsplatz zurück. Kurz darauf wird er zu einem Tatort gerufen, der sich auf einem abgelegenen Bauernhof befindet. Als Wallander dort ankommt ist er zutiefst erschüttert, als er sich den Fundort der Leiche anschaut.
In einer Grube sind spitze Pfähle aufgestellt worden, auf denen ein Mann aufgespießt wurde. Der Anblick der Leiche ist selbst für ihn als langjährigen Beamten eine Überwindung.
Die Ermittlungen drehen sich im Kreis, als auch schon die nächste Leiche gemeldet wird. Diesmal ist es der Besitzer eines Blumenladens der an einem Baum im Wald gefesselt und erwürgt wurde. In der Zwischenzeit erfährt Wallander noch vom Tod seines Vaters. Obwohl er sehr traurig darüber ist, empfindet er es als tröstlich, dass sie noch die Reise nach Rom zusammen gemacht hatten. Einen Tag nach der Beerdigung seines Vaters ist er wieder im Dienst, um die Ermittlung der Mordfälle weiterzuführen.
Immer noch konzentriert auf die beiden Morde, wird ihm von einem Kollegen mitgeteilt, dass noch eine weitere männliche Leiche aufgefunden wurde. Dieser Mann wurde in einem verschnürten Sack in einem See aufgefunden.
Die Ermittlungen werden fieberhaft vorangetrieben, teilweise werden gute Ansätze verfolgt und trotzdem bleibt das Motiv für die grausamen Taten lange Zeit im Dunkeln. Wallander und sein Team setzen Bruchstücke zusammen und suchen fieberhaft nach Gemeinsamkeiten zwischen den drei Opfern. Schließlich finden sie eine parallele zwischen den getöteten Männern. Alle drei hatten in der Vergangenheit auf verschiedene Art und Weise Frauen misshandelt.
Die akribisch durchgeführte Ermittlungsarbeit führt schließlich in eine ganz andere Richtung, als es noch am Anfang der Suche der Fall war. Das Motiv für die Taten und die Zusammenhänge der Morde lassen darauf schließen, dass es sich um einen Racheakt des Täters handelt, und es bald noch weitere Opfer geben wird.
471 Minuten lang liest Ulrich Pleitgen die Story. Seine Stimme ist wie geschaffen für eine Kriminalgeschichte, vor allem weil er den Gemütszustand des Kurt Wallander sehr gut rüber bringen kann.

5 Antworten zu “Die fünfte Frau”


    Muss gestehen, dass ich kein Fan von Hörbüchern bin. Danke dir aber für die Vorstellung von “Die fünfte Frau”. Habe bisher nur den ersten Wallander-Fall gelesen, den fand ich aber richtig gut und spannend und habe die Nachfolger daher direkt auf meine Leseliste gepackt. Deine Beschreibung macht in der Tat Lust auf mehr.


    Die fünfte Frau von Henning Mankell. Ich Liebe diesen Schriftsteller. Habe alle Krimis von ihm gelesen. Das Buch und auch der Film ist wirklich spannend, die Art wie H.M. schreibt finde ich sehr bemerkenswert, man merkt gar nicht, welchen Fall er gerade macht. Irgendwie ist man immer mitte drin wenn man seine Romane liest.

    Toller Tipp, kann ich nur empfehlen. Habe aucf meinem Blog auch schon mal über H.M. geschreieben!

    http://brunohs.com/henning-mankell

    Liebe Grüsse brunoh!!


    Hallo Rennhenn,
    das muss man ja auch nicht. :-) Ich habe früher auch immer ein Buch vor der Nase gehabt. Das hat sich auch nicht so doll geändert, denn ich lese immer noch sehr gerne Bücher. Für mich ist es allerdings auch eine feine Sache bei der Hausarbeit oder im Auto ein Hörbuch anzuhören. Von meiner verrückten Sammelleidenschaft was Hörbücher und Hörspiele angeht, mal abgesehen. :-)
    Hörbücher brauchen nicht so viel Platz wie ein Buch, habe ich festgestellt. Zur Zeit lese ich Terry Pratchett – “Alles Sense”
    LG

    Hallo brunohs,
    herzlich Willkommen im wolkenlosen Blog:-)
    Ich war vorher nicht so der Krimi Fan. Aber “Die fünfte Frau” ist genial. Ich könnte mir vorstellen auch weitere Krimis mit Kurt Wallander als Ermittler anzuhören oder zu lesen.
    Das war wirklich ein spannendes Hörbuch. Hörbücher haben oft den Nachteil, dass sie in gekürzter Fassung sind. Bei manchen Hörbüchern muss ich leider sagen, dass mir da auch was fehlt, vor allem wenn ich vorher das Buch gelesen hatte.
    Manchmal habe ich auch das Problem, dass der Sprecher einfach nicht passt. Das kann einem den Hörgenuss auch arg vermiesen.
    Ich schau’ gleich in Deinem Blog vorbei. :-)
    LG


    Ich habe alle Krimis gelesen und auch fast alle, nein ich glaube ich habe alle gesehen. Ich kann dir Mitsommermord empfehlen. Ein so schönes , bis ins Detail ausgklügeltes Buch habe ich lange gelesen


    Danke für den Tipp. :-)

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