Die Hexe von Portobello
Einer meiner liebsten Schriftsteller ist derzeit Paulo Coelho. Es sind Coelhos außergewöhnlichen und tiefgründigen Geschichten die mich so sehr beeindrucken. Sein Roman „Die Hexe von Portobello“ ist eine sorgfältig ausgearbeitete und weise Geschichte mit einem starken spirituellen Hintergrund.
Es geht um “Sherin”, die als Kind einer Zigeunerin zur Adoption freigegeben wurde. Sherin wuchs bei ihren Adoptiveltern auf, die später mit ihr nach London zogen. Schon als Kind zeigte Sherin außerordentliche Fähigkeiten. Sie hatte Visionen von Heiligen. Als Sherin zur Uni geht um zu studieren lernt sie Lucas kennen, der von ihrer charismatischen Ausstrahlung so fasziniert ist, dass er sich schließlich in sie verliebt.
Als Sherin ihm eines Tages mitteilt, dass sie die Uni verlassen würde ist der junge Mann sehr verblüfft, vor allem als sie ihm den Grund für ihren Entschluss eröffnet.
Ihre eigentliche Aufgabe wäre es ein Kind zu bekommen und Mutter zu sein, sagt sie ihm. Sherin setzt ihre Überzeugung bei ihm durch und heiratet Lucas. Kurze Zeit später bekommen sie einen Sohn. Lucas Eltern sind nicht begeistert, dass sie so jung geheiratet haben, und auch der Pfarrer der die beiden getraut hatte schlug vor mit der Hochzeit noch etwas zu warten. Im Laufe ihrer Ehe stellt sich für Sherin heraus, dass sich ihr Lebensweg ändern muss. Sie verlässt Lucas und gibt sich ihren spirituellen Kräften hin. Als sie schließlich geschieden wird, verweigert der Pfarrer ihr vor den versammelten Gemeindemitgliedern die heilige Kommunion, worauf Sherin aus Enttäuschung den Priester und alle Anwesenden verflucht. Enttäuscht schließt sie mit der Institution Kirche ab.
Stattdessen begibt sie sich durch Meditation, Tanz und die Kunst der Kaligrafie auf eine innere Reise. Auf ihrer Suche begegnen ihr immer mehr Menschen von denen sie lernen kann. Sie trifft Personen die sie spirituell begleiten und es öffnen sich immer mehr Türen, sei es beruflich oder zwischenmenschlich. Schließlich lernt sie auch ihre leibliche Mutter kennen, die sie in die heidnischen Traditionen ihres Volkes einweiht. Dadurch erkennt Sherin ihre eigentliche Identität. Als sie andere Menschen an ihren gewonnenen Erkenntnissen und Visionen teilhaben lassen möchte, bekommt sie Schwierigkeiten mit der Kirche, die sich nun von ihr bedroht fühlt. Da verschwindet Sherin ganz plötzlich von der Bildfläche. Welches Schicksal hat sie ereilt?
365 Minuten führt Gert Heidenreich als Sprecher durch diesen Roman. Für dieses Hörbuch hat er die perfekte Stimme.

