Greebo und das Wörtchen Nein

Es gibt Tage, da brennt die Luft. Besonders wenn man bei einem frechen Kater, der sich sozusagen im Teeniealter befindet, wohnt. Ja, Ihr habt richtig gelesen. Wir, Stefan und ich, wohnen bei Kater Greebo. Vorbei sind die Tage, wo wir mit einem einfachen, aber resoluten Neiiin dieses Tierchen vom “Unsinn machen” abhalten konnten.
Greebo springt auf den Esstisch, es folgt das Wort Nein. Dies stört ihn nun nicht mehr, im Gegenteil. Ganz genüsslich lässt man sich dazu herab, sich vom Tisch herunter schieben zu lassen. Wenn dann Blicke töten könnten, wäre ich schon begraben. Unser Nachbar hat zwei Katzen, Sissi und Prinzessin. Greebo hat sich nun in die zweijährige Sissi verliebt. Was macht also ein Kater wenn ihn der Hafer sticht? Er sitzt maunzend und jammernd vor der Wohnungstür und will seine Liebste besuchen. Das darf er auch, denn unser Nachbar hat ihm erlaubt seine Sissi jeden Tag zu besuchen.
Diese raffinierte Sissi – Katze, pechschwarz und wunderschön, hält ihren Popo in Greebos Richtung, der will natürlich dran schnüffeln. Es folgt das Spielchen “Ich will erobert werden.” Sissi rennt weg und Greebo hinterher. Manchmal ist unser Kater 3 oder 4 Stunden aushäusig und so lange in Nachbars Wohnung, bis entweder Stefan oder ich unseren Kater abholen kommen. Die Katze “Prinzessin” ist ja schon eine Oma und hat Diabetes. Greebo hat auch an ihrem Popo geschnüffelt. Der Duft einer alten Dame hat ihm wohl nicht so zugesagt, denn bei ihr schnüffelt er nun nicht mehr.
Klingelt der Postbote, rennt Greebo zur Tür unseres Nachbarn oder gleich die ganze Treppe bis zur Hauseingangstür herunter. Es macht nicht sonderlich viel Spaß dem Tier hinterher zu hechten und es wieder einzufangen. Schließlich wohnen wir im 4. Stock! Natürlich wundern wir uns manchmal warum Greebo nach den Besuchen bei Sissi kaum noch Hunger hat. Während er beim Nachbars Katze ist, bleibt es wohl nicht aus, dass er auch dort einen Happen zur Stärkung zu sich nimmt. Ich schätze es wird nicht mehr lange dauern bis wir Greebo kastrieren lassen.
Das Tier hat derart große Tatzen, dass ich manchmal denke wir haben einen schwarz – weißen Panther und keinen normalen Hauskater. Die Tierärztin meinte, er sei frühreifes Bürschchen und er würde wohl eine ziemlich stattliche Größe erreichen, was sie unschwer an seinen großen Tatzen erkannte. Na Prima! Greebo ist jetzt schon ziemlich schwer und passt kaum noch auf meinen Schoß. Er ist jetzt über 4 Monate alt und von der Körperhöhe im Vergleich zur zweijährigen Sissi fast gleich hoch. Wenn er meine Arme im Spiel umfasst, merkt man schon wie kräftig doch das liebe Tierchen geworden ist. Außerdem hat er seiner Angebeteten Sissi gestern einen Klatsch gegeben, was auch unseren Nachbar etwas schockiert hat, war er doch immer der Ansicht, ich würde übertreiben wenn ich sage, Greebo ist frech und manchmal auch etwas dreist. Ich bin mal gespannt wie das wird wenn er kastriert ist. Ein bisschen Leid tut es mir schon wenn ich mir vorstelle, dass er dann ohne seine E..r auskommen muss. Ob er dann immer noch so hinter Sissi her ist?


01. August 2010 um 09:21
Ja das Nein sagen kenne ich noch – hat nur nie etwas gebracht, besonders wenn die Katzen meiner Eltern zum Vogelkäfig gegangen sind. Hier hat nur die “harte” Tur geholfen und so haben wir eine Spritzflasche (wie die für die Blumen) genommen, Wasser reingefüllt und sobald sie zum Käfig sind sie damit angespritzt. Heute gehen sie dort nicht mehr hin. Dauerte zwar, aber sobald die Katzen heute das Ding sehen, rennen sie schon
01. August 2010 um 10:27
Wieso kastrieren? Der arme Kater. Keine Lust auf Nachwuchs!?
Wie würdest Du das finden, wenn man Deinem Liebsten einfach so…
Menschen sind so grausam.
01. August 2010 um 16:33
Hehe … kann ich mir denken das “Nein” keine sonderliche Wirkung mehr hat.
Na dann wünsche ich euchtrotzdem weiterhin viel Spaß mit Greebo und lasst euch nicht von ihm ärgern
LG
01. August 2010 um 18:10
Der Kater wird nicht unbedingt ruhiger, wenn er kastriert ist. Mein Monsterkatz überfällt die alte Mietz täglich und bekommt dafür mächtig Prügel zurück. Inzwischen weiß ich, dass es bei den beiden Mistviechern zum alltäglichen Muss geworden ist, sich durch die Wohnung zu fetzen, bis überall halbe Katzen rumliegen (jedenfalls von der Fellmenge her).
Der Kater, der nebenbei auch Kater heißt, hat von seinem Elan nichts verloren. Und die Kastration ist bei allen Katern notwendig, die nicht zu Zuchtzwecken gehalten werden. Ansonsten droht nämlich die Verpestung der Wohnung durch andauerndes Markieren.
Übrigens scheuche ich ihn mit einem scharfen “Gehst du!” von Orten, wo er nicht hingehört. Die Blumenspritze ist ebenfalls absolut wirksam.
02. August 2010 um 01:35
Oh, liebe Frau Wolkenlos, sieht so aus, als ob er in die “Flegeljahre” kommt, falls es das bei Katzen auch so gibt wie bei Hunden. Da wird dann noch mal richtig ausgetestet wie weit man gehen kann, gelerntes wird flugs vergessen. Pubertät halt. Ich wusste gar nicht, dass das bei Katzen so früh ist.
4. Stock?
Jedenfalls bekommst du so kostenloses Training von deinem ganz persönlichen Fitnesstrainer.
Liebe Grüße,
Martina
02. August 2010 um 10:22
Die Kommentare hierzu machen ja echt Mut.
@Kathrin,
Hach jaaa..
auf die Wasserspritze reagiert der Kater nicht mehr. Diese Zeiten sind wohl vorbei.
@Andi,
klar, tut mir das auch Leid. Wenn wir ihn nicht kastrieren lassen wird er anfangen die Wohnung zu markieren. Das heißt, es stinkt bestialisch. Darauf kann ich gut verzichten. Nicht die Menschen sind grausam, sondern der markierende Kater.
@Chrille,
ach neee.. ärgern nicht. Der Kater ist ein Rüpel im Moment. Er wird langsam ein Kater-Mann.
@CeKaDo,
Ich habe die leise Befürchtung, dass Greebo nach der Kastration so weitermacht. Der ist im Moment dermaßen schmerzfrei, dass glaubst Du nicht! Raffiniert und dreist umgeht er unsere “Verbote”. Vor Stefan hat er mehr Respekt als vor mir.
Der greift anders bei ihm durch. Wir hatten ja schon überlegt eine zweite Kratzekatze bei uns aufzunehmen. Diesen Plan haben wir schnell verworfen, denn Greebo macht den Eindruck, als würde er niemand anderen an seiner Seite und in seinem Revier dulden.
das macht Mut.
“Gehst du!” wirkt bei ihm nur bedingt. Es hilft, wenn ich ihn laut anspreche und den Zeigefinger hebe. Davor scheint er wenigstens etwas abgeschreckt zu sein.
LG von den Leidensgenossen
@Mamü,
ja, ich denke, dass sich in diesem Punkt Katzen und Hunde ähnlich sind. Greebo hat alles (absichtlich) vergessen was wir ihm mühsam beigebracht haben. Die Tierärztin meinte ja er wäre ein frühreifes Bürschchen. Das sagt alles. Ich gehe davon aus, dass Greebo im September kastriert werden kann.
LG