Tarelia – Kapitel 21

Achtung, dieses Kapitel ist nichts für schwache Nerven. Es fließt Blut in Kobus Marterhöhle.

In Kobus Marterhöhle stank es bestialisch. Schweiß, Fäkalien und Blut, welches von seinem letzten Opfer stammte, versetzten den Vollstrecker in einen Rausch. Mit geschickten Händen hatte der Henker seinem Opfer eine Kanüle, die mit einem Schlauch verbunden war, in die Vene gesetzt. Er ließ sein armes bewusstlos gewordenes Opfer ausbluten. Selbstzufrieden sah der Vollstrecker zu, wie der Lebenssaft des Spions in den vorher von ihm bereitgestellten Bottich spritzte. Als am Ende kein Blut mehr in den Bottich lief, tätschelte er hämisch grinsend den bleichen Kopf der Leiche.

Nun war es an der Zeit den Leichnam vom Blut zu reinigen. Zu diesem Zweck schleppte der Henker einen großen Eimer Wasser herbei, den er über dem armen Opfer ausgoss. Als auch dies vollbracht war, ging es an die Umwandlung des toten Körpers in eine Statue. Die eiserne Vorrichtung in der der Leichnam saß, wurde hochgezogen und der Sitz zurückgeklappt. Schlaff hing die sterbliche Hülle, noch immer an Händen und Füßen gefesselt in dem Gestell. Der Henker injizierte mithilfe einer Pumpe die Konservierungsflüssigkeit aus dem großen Kessel des Herdes in die Kanüle des Opfers. Daraufhin verteilte sich die Ersatzflüssigkeit in den Adern des Toten in denen noch vor kurzem Blut geflossen war.

Der Vollstrecker schmierte den Toten mit einer Salbe ein die er eigens für diese Zwecke erfunden hatte, und ließ sie einwirken. Die Hautcreme roch übel nach Chemikalien und Tarelianischem Tollkraut. Um die Einwirkzeit sinnvoll zu nutzen, rührte der Scherge jetzt eine Mischung aus einer gummiartigen luftdurchlässigen Masse und diversen keimtötenden Kräutern an. Als die breiartige Masse fertig war, verteilte er sie akribisch, und ohne auch nur eine Stelle auszulassen, auf den toten Körper. Es würde jetzt nicht mehr lange dauern, bis die “Spitzel – Statue” gehärtet und luftundurchlässig konserviert war.

Am meisten freute sich der Henker jedoch darauf, sein Opfer angemessen bemalen zu können. Der Spitzel würde ganz sicher einen Anstrich bekommen der seiner verräterischen Natur angemessen sein würde. Nackte Statuen würde Kobus nicht sehr amüsieren, daher beschloss der Schlächter der Statue noch amüsante Kleidung anzulegen. Zufrieden betrachtete er sein Werk und stellte fest, dass der Kerl jetzt viel besser aussah als vor der Behandlung. Schnellen Schrittes ging der Vollstrecker nun in eine Ecke der Marterhöhle und zog mehrmals an einem dicken Seil. Kurz darauf kam ein kleiner gehörnter Diener durch die Tür. Er brachte eine überreichliche Mahlzeit.

2 Antworten zu “Tarelia – Kapitel 21”


    Uuuuh … sehr unheimlich das Kapitel.
    Das letzte war auch sehr gut – bin gespannt wie es weiter geht!
    War wirklich etwas blutig das Kapitel, aber es ist zu verkraften ;)
    So ein Kapitel wird bei mir bestimmt auch noch kommen :mrgreen:

    LG


    Nun komm ich endlich dazu die Fortsetzungen zu lesen. Uuuaaahhh das ist ja wirklich gruslig :wink: schön gruslig :D

    LG Soni

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