Tarelia Kapitel 10

“Gut, wie du meinst!” “Dann sieh’ zu wie du allein den Weg zur Höhle findest!” Kriech Pyrel wandte sich von der Krähe ab. Ohne sich noch einmal umzudrehen spazierte der Affe betont gelassen auf den schmalen Weg zwischen einer Baumgruppe zu. Tromberon gab sich, zumindest äußerlich, davon unbeeindruckt. Soll der blöde Kerl mit seiner lächerlich Bauchtasche ruhig abhauen, er würde dem Blödmann sicher keine Träne nachweinen, dachte er trotzig.
Der Ringelwurm unter Tromberons Kralle hatte mittlerweile den Kampf gegen sein unvermeidliches Ende aufgegeben und wehrte sich nun nicht mehr gegen seinen Peiniger. Die Krähe zerteilte ihn in zwei Hälften und schluckte ihn gierig herunter. Der Kriecher schmeckte eigenartig bitter und entsprach nicht dem üblichen Wurmgeschmack, stellte Tromberon enttäuscht fest. Als Tromberon sich nach Kriech Pyrel umsah, wurde er gewahr, dass dieser sich schon ein ganzes Stück entfernt hatte. Insgeheim hatte die Krähe gehofft, dass der Affe umkehren und eine andere Bezahlung vorschlagen würde. Kriech Pyrel dachte offensichtlich nicht daran. Tromberons Blutdruck geriet mehr und mehr in Wallung je weiter sich Kriech Pyrel von ihm entfernte.
Die Krähe fing an zu schwitzen und heißer Zorn, sowie abgrundtiefer Hass machten sich nun in ihm breit. Widerwillig musste er sich eingestehen, dass er ohne Kriech Pyrels Hilfe niemals den Weg zu Kobus Höhle finden würde. Er müsste sich fügen und dem verdammten Mistkerl seine einzige Zauberfeder überlassen. Mühselig erhob sich Tromberon in die Luft, holte den Affen schnell ein und flog krächzend neben ihm her um ihm mitzuteilen, dass er ihm die Zauberfeder geben würde. Der Affe blieb stehen und grinste feist. Seine siegessichere Mine machte Tromberon derart rasend, dass er rot sah und die Fassung verlor. Er schoss durch die Luft auf das Haupt des Affen und pickte ihn mit aller Kraft mehrmals auf den Kopf. “Auaaaa… was zum Henker”… Kriech Pyrel fasste sich an den Schädel und schaute auf seine Hand, seine Pranke war blutverschmiert. Flink wie ein Wiesel packte er Tromberon an den Schwanzfedern und hielt ihn fest. Tromberon versuchte sich aus den Schraubstock- Händen zu befreien, indem er jetzt wie wild auf den Arm des Affen ein hackte. Kriech schleuderte Tromberon grob von sich weg.
Durch die Wucht prallte die Krähe hart auf eine abgestorbene Baumwurzel auf und blieb ein paar Sekunden benommen daneben liegen. Kriech Pyrel fasste indessen in sein Bauchtäschchen, kramte darin herum und zog nach einer Weile ein kleines Etui heraus. Er öffnete es und friemelte umständlich an einem Heftpflaster herum. Dann klebte er es sich auf seinen Kopf um die Blutung zum Stillstand zu bringen. “OK, du Teflongesicht, du hast gewonnen!” Tromberon taumelte auf den Affen zu und hielt ihm devot seine Flugfedern hin. Der Affe breitete sie auseinander und starrte auf Tromberons heiß geliebte Zauberfeder. Dann riss er sie ihm begierig aus, um sie sogleich in seinem Täschchen zu verstauen. Tromberon fühlte sich elend.


25. September 2009 um 17:58
Tja, Zorn bringt einen nicht wirklich weiter
haste wieder super geschrieben – danke.
LG
25. September 2009 um 18:37
Hallo Frau Wolkenlos,
neugierig wie ich bin, bin ich gleich mal hier vorbeigehüpft und lasse dir einen Gruß hier. Eine schöne Farbe, dieses Blau. Ich liebe Blau, es ist irgendwie beruhigend. So wie blauer Himmel.
Du schreibst auch, wie ich sehe?
Ist das Fantasy? Ich habe es jetzt nur kurz angelesen, da es sich ja schon um Kapitel 10 handelt und ich gar nicht weiß, worum es da geht. Wenn dann sollte ich wohl am Anfang anfangen.
Und du hast Frösche? Frösche finde ich ja irgendwie süß. Ist aber bestimmt nicht einfach, sie zu halten, schätze ich.
Liebe Grüße,
Martina
25. September 2009 um 20:13
@Soni,
Das wird sicher nicht das letzte Mal gewesen sein, dass die beiden Streithähne aneinander rasseln.
Habe gerade das 11. Kapitel fast fertig hier liegen. Lasst Euch überraschen wie es bei Mava weitergeht..
was blieb dem armen Tromberon schon anderes übrig, als nachzugeben?
@Mamü,
Naja, ich bin auch sehr neugierig, weshalb ich vorhin schon einige Artikel in Deinem Blog gelesen habe. Du hast einen wirklich interessanten Blog. Deine Vita hat mich echt vom Hocker gehauen. Du hast ja eine ganze Menge gestemmt. Alle Achtung, wirklich. 
Du bist eine echte Schriftstellerin, daher würde ich mich unglaublich freuen wenn ich auch von Dir ein paar Tipps und auch Kritik bekommen könnte. Mir liegt sehr viel daran wie ich meine Fantasy Geschichte ausgereifter hin bekommen kann. Ich bin blutiger Laie in dieser Hinsicht und sehe mich absolut nicht als Schriftstellerin. Aber, ich schreibe gern und vor allem aus dem Bauch heraus. Es macht mir viel Spaß und wer weiß, vielleicht kann ich noch ein paar Leser mehr für die Story begeistern. Ein paar Tarelia – Fans habe ich ja schon.
herzlich Willkommen, ich freue mich sehr über Deinen Gegenbesuch.
Die Farbe Blau hat auf mich die gleiche Wirkung wie auf Dich. Ich empfinde diese Farbe als sehr angenehm und beruhigend, was mir als ziemlich unruhigen Menschen sehr entgegen kommt.
Ja, wir haben echte Frösche hier. Die sind wirklich sehr niedlich und auch zutraulich, was für Frösche ziemlich ungewöhnlich ist. Wir haben auch zwei Chamäleons. Unter der Rubrik “Tiere” habe ich ein paar Fotos von ihnen eingestellt. Es gibt auch Videofilme von den Tieren in meinem Blog. Es ist ein verrücktes Hobby, aber es ist wunderbar die Tiere zu beobachten und zu pflegen. Man darf nur kein Problem damit haben lebende Heuschrecken, Heimchen und Würmer an die Tiere zu verfüttern.
Die Haltung an sich ist gar nicht so schwierig. 
LG
28. September 2009 um 19:34
Liebe Frau Wolkenlos,
da fällt mir doch gerade ein, dass ich hier noch eine Antwort schuldig bin.
Fast vergessen hab.
Meine Vita hat dich vom Hocker gehauen? Das ist lieb von dir. Ich selbst komme mir aber nicht so vor, als hätte ich schon viel geschafft. *seufz* Echte Schriftstellerin ist relativ. Autorin ja, so kann sich im Prinzip jeder nennen, der schreibt. Schriftstellerin eigentlich auch, aber so würde ich mich eher bezeichnen, wenn ich schon einen Roman veröffentlicht hätte. Nur muss der ja noch geschrieben werden.
Leider habe ich nach meinem Studium, das ich erst dieses Jahr beendet habe, einen ziemlichen Durchhänger. Die letzten Jahre waren ziemlich hart für mich
, meine Eltern sind beide nacheinander erst schwer erkrankt und nach einer längeren Leidenszeit gestorben. Fast hätte ich deshalb das Studium nicht beendet. Aber das habe ich dann doch noch geschafft, habe nach dem Tod meines Vaters noch mal alle Kraft zusammengenommen und weitergemacht. Und ja, da bin dann doch stolz drauf.
Ein wenig Erholung gestehe ich mir noch zu, nach all dem. Na ja, Erholung ist relativ, wo ja in zwei Wochen die Hochzeit ist.
Aber danach habe ich mir fest vorgenommen, an meinem angefangenen Roman weiterzuschreiben und noch ein paar andere kreative Dinge zu machen.
Was die Tipps und Kritik für deine Fantasy-Geschichte angeht, da musst du noch Geduld mit mir haben. Zurzeit habe ich nicht die Nerven dazu, wie du sicher schon bei mir im Blog herauslesen konntest.
Eine vernünftige Kritik, mit der du auch etwas anfangen kannst, erfordert zudem eine ganze Menge Zeit. Mehr als man denkt. Es nutzt dir nämlich nix, wenn ich einfach sage “gefällt mir” oder “gefällt mir nicht”. Was ja sowieso immer Geschmacksache ist. Ich werde die Kritik sicher nicht so detailliert machen können, denn dann komme ich selbst nicht mehr zum Schreiben und ich bin ja keine Lektorin sondern Autorin.
Aber ich sage dir trotzdem gerne meine Meinung zu deiner Geschichte, wenn ich sie gelesen habe. Und wenn ich dann ein paar Tipps für dich habe, gebe ich sie dir gerne.
Was deine Frösche und Chamäleons angeht, das würde bei mir wohl am Füttern scheitern.
Da gucke ich doch lieber hier die Bilder von dir.
Jupp finde ich ja cool.
Liebe Grüße,
Martina
28. September 2009 um 22:09
Hallo Mamü,
Bloggen soll doch Spaß machen und bloß nicht in harte Arbeit ausarten.
Gerade wenn man ein Laie ist, so wie ich, tut es Not auch Kritik zu bekommen. Meine Story in allen Einzelheiten auseinander zu pflücken halte ich auch nicht für so unbedingt angebracht. Das würde wahrscheinlich dazu führen, dass mir nur schwindelig wird.
also, schuldig bist Du mir wirklich nichts.
Du hast viel Stress, dass habe ich gelesen. Eine Hochzeit will gut vorbereitet sein und vor allem, aber das weißt Du ja selber, wird es nochmal richtig spannend zwei drei Tage vor dem Ereignis. Dass Du Deine Eltern verloren hast tut mir unglaublich Leid. Was das für für die Hinterbliebenen bedeutet, kann ich mir nur am Rande vorstellen. Ich wüsste wirklich nicht wie ich in diesem Fall damit fertig werden würde.
Ich finde es daher bewundernswert, dass Du trotz der derben Nackenschläge nicht aufgegeben und Dein Studium beendet hast. Das verdient meiner Meinung nach einfach eine Menge Respekt und tatsächlich haut mich das vom Hocker.
Zu meinem Frosch Jupp.
Man kann das zwar überhaupt nicht miteinander vergleichen, aber er befindet sich seit heute Mittag im Froschhimmel, nachdem er fast 6 Jahre bei uns gelebt hat. Er hat ein schönes Alter erreicht für einen Frosch und er hatte eine gute Zeit bei uns. Daher nehme ich das jetzt nicht so doll schwer.
Liebe Grüße an Dich, und versuche den Hochzeitsstress so gering wie möglich zu halten.
29. September 2009 um 00:46
Oh, das mit Jupp tut mir leid.
Vergleichen kann man das sicher nicht, muss man aber auch nicht. Ein bisschen leid tut es einem aber doch. Bei uns ist vor ein paar Wochen unser Schildkrötenmädchen gestorben. Allerdings war sie krank. Das hat mich jetzt auch nicht sooo mitgenommen, aber ein wenig traurig war ich schon. Bei unserem Hund sähe das allerdings ganz anders aus. Das mag ich mir nicht vorstellen.:oops:
Liebe Grüße,
Martina