Tarelia Kapitel 12

“Wirf’ das weg!” Kobus Augen glühten vor Zorn. “Ja, Herr!” Grob riss Gator den Kopf des Kundschafters in den Nacken, dann schleifte er ihn an den Haaren hinter sich her. Der Kundschafter zitterte vor Angst und Schmerz, er wusste was ihn nun erwarten würde. “Halt, warte!” “Ich habe vorher noch etwas mit ihm vor.” Kobus kam die Stufen seines Thrones hinunter und blieb vor dem Verurteilten stehen. “Zange”, befahl der Magier. Eilig kam ein Spelk angerannt, ein Mischwesen aus Stier und Schwein. Er reichte Kobus die gewünschte Zange. Kobus ergriff die linke Hand des Spitzels, setzte die Zange an dessen Daumennagel und riss ihn aus dem Nagelbett.
Nacheinander und ohne jedes Mitleid zog Kobus jeden einzelnen Nagel des Spitzels heraus. Vom Schmerz ohnmächtig geworden, sackte der Kundschafter zu Boden. “Schmeiß” dieses unzuverlässige Schwein in die Grube”, befahl Kobus seinem Diener. Böse grinsend griff Gator dem Mann erneut in die Haare und schleifte den Verletzten zur Tür. Energisch steuerte Gator nun die Martergrube an, dort würde sich der dunkle Vollstrecker dem Todgeweihten anzunehmen wissen. Der Vollstrecker würde den Mann allerdings nicht sofort töten. Er genoss die Qualen seiner Opfer und erfreute sich daran, je mehr sie litten. Hatte der dunkle Vollstrecker einmal nichts zu tun, verbrachte er seine Zeit damit neue Foltergeräte zu erfinden. In den vielen Jahren die er nun schon Kobus diente, hatte er eine beachtliche Anzahl Gegenstände zur Folterung erfunden. Bisher konnte er noch keines seiner beiden neuen Foltergeräte ausprobieren, da sich seine letzten Opfer als nicht besonders widerstandsfähig erwiesen hatten.
Plötzlich wurde die Tür zur Martergrube aufgestoßen und Kobus kam herein. Grob schubste er den verurteilten Kundschafter in den großen Raum. “Da, er soll deine Spezialbehandlung bekommen!” “Kobus hat schon etwas Vorarbeit an ihm geleistet, ich hoffe du hast nichts dagegen.” Feixend schaute Gator den dunklen Vollstrecker an. “Viel Spaß, mit deinem neuen Freund”, sagte Gator und ging mit großen Schritten wieder hinaus. Ängstlich sah der Verurteilte den großen muskulösen Kerl an, der sich zufrieden und in froher Erwartung schon die Hände rieb. Der dunkle Henker dachte erfreut daran, dass er jetzt endlich die Gelegenheit bekommen würde seine neueste Erfindung an diesem Stinkstiefel auszuprobieren. “Ich will nicht sterben”, jammerte der Spitzel. “Können wir uns nicht irgendwie einigen?” Wenn du mich laufen lässt, soll es dein Schaden nicht sein!” “Was kannst du mir schon geben, du Laus”, sagte der Vollstrecker und trat den Spion hart in die Rippen. “Du bist mein neues Versuchskaninchen, und weiß du, es gibt gar nichts was du mir anbieten könntest!” “Die Hochstimmung die ich haben werde wenn ich mein neues Maschinchen an dir ausprobieren kann ist alles was ich will.”
Jammernd versuchte der Spitzel die Tür zu erreichen um zu flüchten. Er kam nicht weit, denn der dunkle Schlächter riss sein Opfer hoch und setzte ihn auf eine große eiserne Vorrichtung die an einer Wand der Martergrube stand.

