Tarelia – Kapitel 16

Tromberon glotze den Wurm entgeistert an. Er konnte gar nicht glauben was dieses Futter, denn nichts anderes war der Wurm für ihn, ihm gerade offenbart hatte. “Was sind denn das für Zauberkräfte, die angeblich auf mich übergegangen sein sollen?”, fragte Tromberon als er sich wieder gefasst hatte. “Du hast nun die Fähigkeit durch feste Substanzen wie Steine und Felsen zu gehen, als wären sie Butter.”
Tromberon krächzte ungläubig und fragte sich erneut, ob der Wurm ihn verulken wollte. “Das kann nicht sein“, argwöhnte die Krähe. “Wenn es so ist wie du es sagst, warum bist du dann nicht vor mir geflüchtet und durch den Stein geflohen?” “Ich hätte dich dann nicht fressen können und du wärst kein Geist!” “Entweder bist du extrem dumm oder auch Lebensmüde dich trotz deiner angeblichen Zauberkraft von mir fressen zu lassen, oder du lügst mich einfach nur an.” “Und wenn du lügst, dann will ich wissen was du damit bezweckst!” Tromberon wippte leicht nach vorne, legte den Kopf schief und schaute die geisterhafte Erscheinung des Wurms mit halb zusammengekniffenen Augen an. Die Antwort des Wurms kam wie aus der Pistole geschossen. “Du hattest mich überrascht, ich bin in den Steinspalt gefallen und dann hast du deine stinkenden Krallen in mein Fleisch gespickt, ich konnte gar nicht mehr flüchten!” “Dass meine Zauberkraft ausgerechnet auf ein so scheußliches Tier wie du es bist übergegangen ist macht mich mehr als zornig!”
“Leider kann ich nichts dran ändern und muss es nehmen wie es nun mal ist.” “So, meine Pflicht ist erfüllt, ich habe dich über die Zauberkraft informiert!” “Eins noch“, sagte der Wurm. “Der Zauber wird nach deinem Tod an denjenigen übertragen werden, durch den du zu Tode gebracht wirst.” “Du hast dann die Aufgabe diese Person über diese Magie aufzuklären, genauso wie ich es bei dir getan habe.” “Machst du dies nicht, wirst du Qualen erleiden die du dir in deinen kühnsten Träumen nicht vorstellen kannst, sei also gewarnt!” Mit diesen Worten verschwand die Wurmgestalt und ließ einen ziemlich verwirrt drein schauenden Tromberon zurück. “Wach endlich auf, es wird Zeit!” Erschrocken zuckte Tromberon zusammen, fast wäre er vom Ast gefallen als Kriech Pyrels ätzende Stimme plötzlich in sein Bewusstsein drang. Blinzelnd öffnete die Krähe die Augen und schaute in das niederträchtige Antlitz des Affenwesens.


25. Februar 2010 um 10:50
Endlich habe ich nun auch die neuen Kapitel nachgelesen. Die Geschichte ist soo spannend, echt super. Freue mich schon auf den nächsten Teil.
LG
25. Februar 2010 um 12:50
@Soni,
Was die Story angeht lasse ich mich von meinem Gefühl leiten. Bisher hat die Geschichte eine seltsame Eigendynamik bekommen von der ich selbst überrascht bin. Ich sehe die Figuren teilweise bildlich vor mir und dann passieren einfach irgendwelche “Dinge”
danke schön, freut mich sehr. Das motiviert mich natürlich ungemein weiter zu schreiben.
Bis jetzt hatte ich auch noch nicht das Gefühl die Kontrolle über die Figuren zu verlieren. Vielleicht liegt das daran, dass ich Abschnitt – weise schreibe. Jedenfalls macht es Spaß und wenn es meinen Lesern gefällt – was gibt es schöneres, als das?
LG