Jungunken Fortschritt 5

Nachdem jetzt einige Wochen vergangen sind, möchte ich den “Chinesischen Rotbauchunken Freunden” unter Euch ein paar Bilder des jetzigen Entwicklungsstandes zeigen. Eigentlich wollte ich die kleinen Racker schon längst zu den ausgewachsenen Unken ins Zimmer-Terrarium verfrachten.
Ich habe aber festgestellt, dass den Jungunken das Wetter und das natürliche Sonnenlicht so richtig gut tut. Sie sind überaus kräftig, sehr munter und selbstsicher im Futter fangen. Solange also das Wetter so schön ist, sehe ich keinen Grund dafür die kleinen Monster in die Wohnung zu bringen. Einer der Jungunken hat von mir den Namen “Stummelchen” bekommen. Normalerweise bekommen die Tiere keinen Namen weil man die sowieso schlecht auseinander halten kann. “Stummelchen” kann man sehr gut von den anderen Tieren unterscheiden, denn er hat ein verstümmeltes Ärmchen. Ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass er überleben wird. Ich wurde aber eines besseren belehrt. Der kleine Kerl ist zwar nicht so proper wie die anderen aber er kommt gut mit seiner kleinen Behinderung zurecht. Er fängt geschickt sein Futter und ist auch sonst ein niedliches kleines Ünkchen, dass zudem noch einen besonderen Farbschlag hat. Grün-Türkisblau würde ich sagen. Leider hat sich “Stummelchen” heute zum Fototermin so gut in die Ecke des Aquariums verschanzt, dass ich ihn nicht fotografieren konnte. Wird aber demnächst nachgeholt, versprochen.



Nachtrag: Foto von Stummelchen



06. August 2009 um 21:58
Oh wie süüüüüüüüüüüüüüß!
Von denen man glaubt sie schaffen es nicht, werden es aber erst recht schaffen
go Stummelchen go go go!!!
06. August 2009 um 22:48
Hallo liebe Antscha,
Und wenn Stummelchen weiter so gut frisst, wird er es trotz Behinderung schaffen.
wir haben ja fast jedes Jahr Nachzuchten, aber diese kleinen Unken sind mir irgendwie ganz besonders ans Herz gewachsen. Deshalb werde ich auch keine einzige abgeben, was ich eigentlich zuerst vor hatte. Diesmal kann ich das einfach nicht, ich hänge zu sehr an den kleinen Monstern.
Sie klettern auch unablässig die Aquariumscheiben rauf. Dabei sind das doch Unken und keine Laubfrösche. Tz.. so was..
Vorteilhaft ist auch, dass sie jetzt Heimchen mittlerer Größe fressen. Miniheimchen sind nämlich nicht so leicht zu bekommen.
LG
07. August 2009 um 07:42
Glaube könnte mich auch nicht so gut von denen trennen.
Das mit den Heimchen ist dann wirklich mal vorteilhaft ^^
07. August 2009 um 09:46
@MorAntscha,
Wenn sie abgegeben werden, dann sowieso nur an jemanden der den Tierchen ein gutes Zuhause bietet. Dann fällt der Abschied auch nicht so schwer wenn wir wissen, dass sie jemand bekommt der Freude an den Tierchen hat. Ich versuche gleich mal Stummelchen zu fotografieren. Wenn das klappt hänge ich das Bild an die anderen Fotos an. 
wenn ich mich nicht ab und an von den Nachzuchten trennen würde hätten wir hier bald eine Unkeninvasion.
LG
11. August 2009 um 18:34
Och sind die süß geworden, bin ganz hin und weg. Stummelchen ist ja ein niedlicher Name für den kleinen Kerl und man muß sich oft wundern wie gut Tiere mit Behinderungen zurecht kommen.
Ich stelle es mir schon schwer vor die Kleinen abzugeben, wenn man sie erst mal so aufwachsen sieht.
Habe jetzt ja schon so einiges über Unken gelesen. Was mich dann doch etwas geschockt hat, dass man sie wohl zur Winterruhe in den Kühlschrank stellen soll (also natürlich langsam runterkühlen, aber trotzdem). Macht Ihr das auch, oder wie ist das mit der Winterruhe?
Wie oft muß man eigentlich das Wasser in einem Unkenterra wechseln? Tauscht man da nur wie beim Aquarium einen Teil aus, oder macht man einen kompletten Wasserwechsel? Hab mal wieder 1000 Fragen
LG Soni
11. August 2009 um 18:55
@Soni,
ich muss ganz ehrlich sagen, dass Stummelchen in der Natur wohl nicht lange überleben würde. Er ist nun mal etwas anders als seine Geschwister. Und auch wenn er erstaunlich gut zurecht kommt, wäre er in “freier Wildbahn” mit dieser kleinen Behinderung sicher nicht auf der Gewinnerseite. Aber er hat ja Glück, ist bei uns und hat keine natürlichen Feinde.
Was die Überwinterung im Kühlschrank angeht. Ich persönlich, halte dies für keine so gute Idee. Es gibt Halter die das so machen, aber es ist mir schon sehr oft zu Ohren gekommen, dass die Unken dies nicht überlebt haben. Wir überwintern unsere Tiere auf dem Balkon. Wenn ein milder Winter vorherrscht bleiben sie im Terrarium. Die Beleuchtungsdauer wird extrem verkürzt und das Terrarium an einer kühlen Ecke aufgestellt.
Der Wasserwechsel im Terrarium sollte schon regelmäßig erfolgen. Kot und Futterreste dürfen nicht so lange im Wasser verbleiben. Andernfalls können die Tiere erkranken und das will man ja nicht. Du kannst Dir aber den Wasserwechsel fast gänzlich sparen, wenn Du einen kleinen einfachen Wasserfilter einsetzt. Dann brauchst Du nur das Filtermaterial auszutauschen bzw. auszuwaschen und das war es dann. Wir haben hier seit 2 Jahren das Wasser nicht mehr ausgetauscht. Der Filter holt die Kotreste heraus. Die Futterreste sammele ich mit einer Pinzette ein.
Frag’ ruhig Soni. Ich gebe gern Antworten wenn ich kann.
11. August 2009 um 20:27
Klar, in der Natur fällt so ein Tier der natürlichen Auslese zum Opfer, aber da hat der Kleine ja richtig Glück.
Wenn ich mir so vorstelle, dass Klaus morgens noch halb verschlafen die Unken als Vesper einpackt
nee, war natürlich ein Witz, aber es wäre für mich irgendwie eine schreckliche Vorstellung Tiere in den Kühlschrank zu packen. Die Überwinterung auf dem Balkon hört sich da schon besser an. Aber so einfach stelle ich mir auch das nicht vor, wenn es dann so richtig kalt mit Minusgraden wird.
Ah, Wasserfilter ist dann eine gute Lösung um das Wasser sauber zu halten.
Danke für Deine Tipps. Ist toll, dass ich Dir Löcher in den Bauch fragen darf
LG
11. August 2009 um 20:48
Es lässt sich sehr gut bewältigen die Tiere auf dem Balkon zu überwintern. Dazu kann man eine durchsichtige Plastikbox nehmen und sie mit aufgeweichter Kokosfaser, Erde, ein paar Steinen und Laub füllen.
Die Unken werden sich dann zwischen das Laub, die Erde und den Steinen verkriechen und können unter natürlichen Bedingungen überwintern. Ich würde aber ein Gitter auf das Behältnis setzen damit sie, bevor sie in Winterruhe gehen, nicht noch ausbüchsen können. Das Überwintern geht auch gut in einem kalten Keller, Waschküche oder ähnlichem. Ein bisschen Tageslicht sollte allerdings schon vorhanden sein. Unbewusst bekommen die Tiere den Tag/Nacht Wechsel schon noch mit.
LG
12. August 2009 um 10:32
Im Keller haben wir leider kein Tageslicht, also käme dann nur der Balkon in Frage, sollte ich mir irgendwann tatsächlich welche anschaffen.
Wie lange, also von wann bis wann müssen denn die Unken überwintern?
Hm, ich seh schon – Terrarientiere sind doch einiges komplizierter als Hunde oder Meerschweinchen
LG
12. August 2009 um 11:34
@Soni,
die Beleuchtung am Terrarium sollte schon vor der Winterruhe stark reduziert werden Die Tiere sollten dann auch nur wenig bis gar kein Futter erhalten. So ab September/Oktober ist der Beste Zeitpunkt für die Überwinterung. Bei Temperaturen von etwa 5 Grad verfallen die Tiere langsam in einen Ruhezustand und verkriechen sich. Dort verbleiben sie dann so etwa 2 Monate. Das ist in etwa der Zeitraum den wir immer nehmen. Nach der Winterruhe werden die Tiere mitsamt Box in ein wärmeres Zimmer gestellt. Sie wachen dann langsam auf und werden wieder aktiver. Füttern kann man sie dann etwa zwei Tage nachdem sie ins Zimmer geholt wurden.
Wichtig ist, die Unken während der Winterruhe zu kontrollieren. Das heißt, regelmäßig nachschauen ob alles in Ordnung ist.
Kompliziert ist die Unkenhaltung nicht. Änfängerfehler können passieren muss aber nicht. Unken sind recht einfach zu halten und sind gut geeignet für Terraristik – Anfänger.
LG
12. August 2009 um 12:35
Ganz lieben Dank für die ausführliche Erklärung. Vielleicht traue ich mich ja doch noch irgendwann ran, aus dem Kopf bekomme ich sie nicht mehr wirklich
LG
14. August 2009 um 19:41
Hi,
eure Nachzuchten sind wirklich sehr schön.Ich habe auch eine Unke mit einem verkrüppelten Vorderarm aber die kommt gut zurecht. Leider ist mir die Nachzucht noch nich geglückt.